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fliehenden Feind beobachtete. Am 20. November Abends war seine ganze Abthei-lung bei Trient aufgestcllt, und den folgenden Tag ging der Marsch nachBorgo di Val Sugano, am 22. nach Primolano. So denVerfolgungen Ney’s glück-lich entgangen, erfuhr er in Primolano, dass in Bassano nur eine sehr schwacheBesatzung sei. Eohan beschloss diese Stadt zu überfallen, ehe sein Vorhaben ver-rathenund die Garnison durch Truppen vomBlockade-Corjis von Venedig verstärktwerden könnte. Eine Schwadron Ilohenzollern und eine zweite von Ivronprinz-Ferdinand-Kiirassieren sollten Bassano überrumpeln, ohne die Ankunft der ihnenfolgenden Infanterie abzuwarten. Der Erfolg entsprach der Erwartung; die erstenfeindlichen Posten wurden niedergehauen, die Heiter drangen in die Stadt, und dieBesatzung, eine Compagnie Corsen und 2 Officiere, wurde nach einigem Widerstandegefangen. Am folgenden Tage (23. November) besetzte der Prinz Cas t elf r an c o,wo er beträchtliche Pulvermagazine des Feindes vernichten liess. Von hiergedachte er sich durch das feindliche Blockade-Corps vor Venedig durchzuschla-gen und dann, unterstützt durch einen gleichzeitigen Ausfall der österreichischenBesatzung, seine Vereinigung mit derselben auszuführen. Dieser muthvollc Ent-schluss scheiterte aber an der Übermacht der Gegner und an der physischenKraft der kleinen Abtheilung Rohan’s, die vierzehn Tage bereits ohne Rasttagmarschirt war, ganz Tirol durchzogen hatte, und sich dreimal den Weg mit denWaffen in der Hand bahnen musste. Nur die Hoffnung, bald am Ziele zu sein,konnte ihre Kräfte aufrecht erhalten. Doch diese schöne Hoffnung sollte vernichtetwerden. Der französische Obergeneral Massena, dessen Rücken der Prinz so oftbeunruhigt hatte, beauftragte den General Gouvion St. Cyr diese Heldenschaarunter allen Umständen unschädlich zu machen, und überwies ihm, nebst demBelagerungs-Corps von Venedig noch anderweitige Truppen-Abtheilungen. St. Cyrhatte sich auch sofort in Verfassung gesetzt, um diesen Befehl zur Ausführung zubringen. V ährend er zur Beobachtung Venedigs eine Division und eine Brigadeverwendete, rückte er mit einer Brigade nach Campo San Pietro, und GeneralRegnicr mit 4000 Franzosen nach Noale vor. Mit anbrechendem Morgen des24. wurde der Prinz bei Castelfranco angegriffen. R e g n i e r’s Avantgarde stiesszuerst bei Piombino auf die im Marsche begriffene Abtheilung der Österreicher, wosich sogleich ein sehr lebhaftes Gefecht entspann. Mehrere vom Prinzen mit Unge-stüm vollführtc Angriffe hemmten zwar das Vordringen des Feindes, konntenaber dessen Linie nicht durchbrechen. Einige Stunden währte das Gefecht unent-schieden fort. Der beiderseitige Verlust an Todten und Verwundeten, unter welch’letzteren auch der Prinz Roh an sich befand, war bedeutend. Schon war unter-dessen St. Cy r von Campo San Pietro gegen Castelfranco so weit vorgedrungen,dass General Rohan in grösster Gefahr stand abgeschnitten zu werden. Er ordneteden schnellen Rückzug mit dem Entschlüsse an, sich in das Gebirge zu werfen.
■ Allein durch das gleichzeitige Eintreffen St. Cyr’s zu Castelfranco gedrängt, musste