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nachdem er seine Cavallerie-Attaquen mehrmals vergeblich wiederholt hatte, mitVerlust von vielen Todten, Blessirten und Gefangenen zurückgeworfen wurde.Während diese Reitergefechte das ganze Regiment Kienmayer beschäftigten,rückte auch eine feindliche Cavallerie-Colonne gegen die Masse des WarasdinerSt. Georger Bataillons. Vecsey eilte zu diesem Bataillon, liess die Masse haltenund zur Vertheidigung bereiten. Die Franzosen wurden mit gefälltem Bajonetcempfangen und durch das Kleingewehrfeuer mit so bedeutendem Verluste abge-wiesen, dass von diesem Augenblicke an der fernere Rückmarsch ungestört fort-gesetzt werden konnte.
Am 17. April 1813 geruhte Kaiser Franz, in Berücksichtigung der eifrigenund erspriesslichen Kriegsdienste, den ausgezeichneten General Vecsey in denGrafenstand zu erheben.
Nach der durch den Vice-König am 6. September 1813 mit grossen Opfernerkauften Affaire hei Feistritz im Drauthale und der durch die österreichischenTruppen genommenen Aufstellung hei Hohlenburg am linken Drauufer wurde dieösterreichische Armee in der Offensive sehr behindert, und der Feind blieb Meisterdes Drauthales und des wichtigen Punctes Loihel. Um eine Position am rechtenUfer zu erlangen, wurde Veesey mit 2 Bataillonen Reisky, 2 Compagnien des9. Jäger-Bataillons und dem Uhlancn-Rcgimente Erzherzog Karl beordert dieDrau bei Stein zu passiren und bei Titersdorf eine Stellung gegen das Thal Windisch-Kappel und gegen das obere Drauthal zu nehmen. Nachdem er in Erfahrunggebracht hatte, dass der Feind das Gros seiner Streitkräfte über den Loibel gegenden beiPodpetsch stehenden General von Fölseis und den bei Weichselburg auf-gestellten General Csivicli ziehe und sie bedrohe, war es wieder Vecsey, der,die kritische Lage erkennend, den Operationsplan ■— der auch die Geneh-migung erhielt — entwarf und aus führte. Nach seinem Plane wurden, um dieAufmerksamkeit des Feindes ahzulenken, eigene Colonncn zu Demonstrationen heider Hohlcnburger Brücke und bei Rosseg, dann zur Tournirung des Loibels undder Magdalena-Schanze ausgeschickt, während das Gros der Brigade im Drauthalevorzudringen hatte. Nach sechzehnstündigem, höchst beschwerlichem Marsche wardie Umgehung vollbracht — der Angriff am 19. September 1813 an allen Punctenzu gleicher Stunde unternommen, und der Erfolg — einer der ruhmreichsten Episo-den der Kriegsgeschichte jener Zeit — war: dass die Räumung des Drauthales erzielt,die Communication des Feindes ins Savethal unterbrochen, die Emportirung desLoibels und die Besitznahme der Magdalena-Schanze nicht nur erreicht, sondernauch die Absichten des Vice-Ivönigs gegen unsern linken Flügel vereitelt wurden,und endlich unsere Truppen die Offensive ergreifen konnten.
An den ferneren Ereignissen desselben Jahres, so wie des Jahres 1814 gegendie Franzosen in Italien, nahmVecs ey ebenfalls den tliätigsten Antheil, so wie er imJahre 1815 hei dem Rhein-Übergänge hei Basel die Avantgarde übertragen erhielt.