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2 (1857)
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den Laufgräben nach Colognola rücken, und es gelang ihm, durch eine aufmun-ternde Anrede die Truppen dahin zu stimmen, dass sie, ohne einen Schuss zu geben,den Feind mit dem Bajonetc angriffen, die ganze Division Molitor vernichtetenund den am weitesten vorgedrungenen Feind gefangen nahmen. Mit Verlust von500 Todten, bei 1000 Verwundeten, 500 Gefangenen und 3 Fahnen mussten dieFranzosen Colognola verlassen und wurden von 4 Schwadronen Kienmayer-IIusarenbis Ca dell’ ara verfolgt.

Von der Wichtigkeit der Behauptung der Höhe von Colognola als Stützpunctdes rechten Flügels—die, wenn sie verloren, die Niederlage der Armee unausweich-lich herbeigeführt hätte, — durchdrungen, beorderte derFn-zherzog, der eben nochmit der Herstellung des Gefechtes im Centrum bei Caldiero beschäftiget war, sobalder Molitor’s Absicht gewahr wurde, eiligst ein Grenadier-Bataillon dahin undertheilte dem General der Cavallerie Grafen Bellegarde den Auftrag sich selbstnach Colognola zu verfügen und den Feind, es koste was es wolle, zurückzu-werfen. Doch die zweckmässigen Verfügungen des Feldmarschall-Licutenants Frei-herrn von Simbsehen hatten diese Absicht bereits erfüllt.

Nun ward auch dem sechzigjährigen General die Genugthuung zu Theil, dasin früherer Zeit oft angestrebte Ehrenzeichen als Belohnung und im November1806 in weiterer Würdigung seiner bereits 45jährigen sehr erspriesslichen Dienst-leistung die Inhaberstelle des 43. Infanterie-Regiments zu erhalten.

Einen ferneren Beweis kaiserlichen AVold wollens konnte S i m b s c h e n in seinerbald darnach erfolgten Ernennung zum Präsidenten des allgemeinen Militär-Appel-lationsgerichtes und in der Erhebung zum Feldzeugmeister (Juli 1809) erblicken.Als sein innehabendes Regiment nach dem AA 7 iener Frieden reducirt wurde, ver-lieh ihm der Kaiser das 48. Regiment und im November 1810 auf sein Ansuchendie Bewilligung sich in den Ruhestand zurückziehen zu dürfen.

Simbschen starb zu AVien am 14. Jänner 1820.

HARDEGG'GtLATZ und im Machlande, Anton Leonhard Graf, Feld-marschall-Lieutenant und Kämmerei’, zuWien den 8.0ctober 1773 geboren, Bruderder Theresien Ordens-Ritter lg n az und II einri ch (s. d.), folgte der in derFamiliebeinahe ererbten Neigung zum Kriegsdienste und erhielt im 16. Lebensjahre eineFähnrichstelle bei de Ligne-Infanterie. Im Türkenkriege avancirte Hardegg zumOberlieutenant, kam im Mai 1796 als Hauptmann in das damalige italienischePionnier-Bataillon, und zog bei V aleggi o und Peri zuerst die Aufmerksamkeitdes Commandirenden auf sich. Mitten durch den Feind führte er zwei DivisionenMeszäros-Uhlanen und ein neapolitanisches Reiter-Regiment von Goito nach Dolce.AA r ährend derBelagerung von Mantuawar Hardegg bei acht Ausfällen jedesmalan der Spitze der Avantgarde und der Freiwilligen; und erwarb sich namentlichbei jenem auf San Giorgio das Lob AVurmser’s.