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2 (1857)
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getroffenen Vorkehrungen die Batterie sannnt Geschützen (durch den LieutenantKrschniak) nehmen liess, den Feind aus dieser wichtigen Stellung vertrieb,und die Operationen des linken Flügels wesentlich erleichterte.

Bei der im November 1800 erfolgten Aufstellung der böhmischen Legionwurde Steyrer Major und nach Auflösung derselben (im August 1801) in das3. Infanterie - Regiment Erzherzog Karl cingetlieilt. Im Jahre 1805 traf ihn dieBestimmung zur Armee nach Deutschland. Am 15. October wurde gegen Mittagdas Infanterie-Regiment Erzherzog Karl unter Steyrcr’s Commando vor Ulmlinks vom Frauenthore in der halb zerstörten Erdbastion und in der Fausse-brayeals Besatzung aufgestellt. Bald darauf griff der Feind die auswärtige, die Festungsehr nahe beherrschende Position an; unsere Truppen zogen sich kämpfend in dieStadt zurück, 'welche von diesem Augenblicke an gänzlich eingeschlossen warund ihrer eigenen Vertheidigung überlassen blieb. In einigen Minuten hatten dieFranzosen die beherrschenden Anhöhen besetzt und standen so nahe, dass sie inder Lage waren nicht allein ein heftiges Kanonen-, sondern auch ein wirksamesKleingowehrfeuer gegen den mit Artillerie schlecht versehenen festen Platz zueröffnen. Nicht zufrieden damit, hofften sie einen noch entscheidenderen Nutzenaus den bisher so glücklichen Ereignissen dieses Tages zu ziehen. Sie fassten einenverwegenen Entschluss, den sie auf den schlechten Zustand der Festungswerke,auf den gänzlichen Mangel künstlicher Yertheidigungsanstalten vor dem Frauen-thore und endlich ohne Zweifel auch auf das bisherige Kriegsglück gründeten.Durch ein fortwährend unterhaltenes Feuer, so wie durch die vortheilhafte Lagebegünstigt und hinter den Gartenhäusern versteckt, bildeten sie eine geschlos-sene Truppe, um einen Sturm gegen das Frauenthor zu unternehmen. Durch diebefeuernden Worte ihrer Anführer begeistert, brach nun die erste zum Sturmegeordnete feindliche Truppe hervor. Die Entfernung von den Gartenhäusern biszum Thore war eine sehr geringe; sie wurde mit einer solchen Schnelligkeit zurück-gelegt, dass kaum das Thor gegen die Andringenden geschlossen werden konnte.Keine Schilderung vermag das Ungestüme der Franzosen in diesem wichtigenAugenblicke zu beschreiben, umsonst trachteten die in der Bastion stehendenBataillone durch wohlangebrachtes Feuer ihre Hartnäckigkeit zu ermüden, selbstihr empfindlicher Verlust schien nur den Ubermutli zu reizen, nichts hielt sieauf. Schon waren sie bis an das Thor vorgerückt und wollten dieses gewalt-tätig zu öffnen versuchen. In einem so dringenden Augenblicke sah Major vonSteyrer die Unzulänglichkeit der Wirkung des Feuers wohl ein; er zog seineMannschaft aus der Fausse-braye in die Bastion zurück, besetzte die Facen undFlanken desselben, so wie den offenen Wallgang bis zum Stadtgraben hinläng-lich, um alle Zugänge in seinen Flanken zu verhindern und fasste den entschei-denden Entschluss, Verwegenheit mit Kühnheit zu bekämpfen. Der tapfere Officicrbefahl seiner noch disponiblen Mannschaft über die Brustwehr und Gräben zu