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Ivuf als tüchtiger Soldat, wie durch gleiche Gesinnungen in Hinsicht der kriegeri-schen Stimmung, welcher zu jener Zeit sich in Prcussen wie in Österreich bemerkbarmachte, die Zuneigung und Freundschaft des Prinzen Louis Ferdinand vonPrcussen gewann, welches Band sich noch inniger und fester knüpfte, als Tetten-born im Jahre 1804 mit Aufträgen seines Hofes an den Gesandten Grafen Met-ternich nach Berlin geschickt wurde.
Der Ausgang des Krieges 1805 ist bekannt. Tettenborn befand sich wäh-rend der unglücklichen Katastrophe von Ulm in dieser Stadt. Nach der Affairevom 14. October wurde Tettenborn mit 2 Schwadronen des Regiments, an welchesich 2 Züge von Rosenberg-Chevauxlegers angeschlossen, zur Vorhut jener Truppecommandirt, welche die folgende Nacht unter dem Erzherzoge Ferdinand d’Estegegen Geislingen durchbrach. Die Vorsicht, mit welcher Tettenborn seine Abthei-lung Tages darauf über Gmünd nach Aalen führte, legte den ersten Grund zu jenembesonderen Zutrauen in die erprobten militärischen Vorzüge desselben, welche diekaiserlichen Waffen mit dem glücklichsten Erfolge lohnten. Am 17. rückte er überBopfingen, Jaxkeim und Wesel gegen Wallerstein, und war kaum auf die dortigenHöhen gelangt, als er von allen Seiten feindliche Truppen sich zusammenziehensah, wo jede einzelne Abtheilung schon an Zahl seine Avantgarde übertraf. Mitder grössten Klugheit und Entschlossenheit griff er mehrere feindliche Abtheilungenan und verhinderte ihre Vereinigung. Das Corjus konnte unbehindert diese Ort-schaften passiren. Mit gleichem Erfolge bestand Tettenb orn zwischen Ambergund Waldmünchen glückliche Nachhutgefechte. Nachdem aber der französischeGeneral Baraguay d’Hilliers am 8. November mit mehr als 8000 Mann gegenihn anrückte, sah er sich zum Rückzuge nach Böhmen genöthigt, wohin der Feindihm auf dem Fusse folgto. Tettenborn verlor den Muth nicht. Er rief das Land-volk zwischen Klentsch und Pilsen zu seinem Beistände, Hess die Sturmglockenläuten, und ergriff nun gegen den ihm weit überlegenen Feind die Offensive.Dieser, durch dies kühne Unternehmen und die Heftigkeit des Angriffes erschreckt,zog sich anfangs bis Klattau zurück, bis er bald darauf Böhmen gänzlich räumte.Für diese Tliatcn erhielt Tettenborn nach erfolgtem Frieden das Ritter-k r e u z.
In dem Zeugnisse des Fcldmarschall-Licutonants Karl Fürsten von S cliwar-z e n b e r g, der dem Rittmeister Tettenborn die Führung der Avantgarde anver-traut hatte, heisst es, dass Tettenborn’s bekannte Fähigkeiten und erprobte Bra-vour Veranlassung waren, ihm diesen wichtigen Auftrag zu erthcilen. RastloseThätigkeit, Klugkeit, Echtheit der Rapporte, Entschlossenheit und Muth, vereinigteer stets in einem so hohen Grade, dass der Fürst in ihm einen der allerausgc-zeichnetsten Officiere der Armee erkenne, und dass wenn der äusserst schwierigeRückzug des Erzherzogs Ferdinand einer Aufmerksamkeit gewürdigt werde.Tettenbo rn ein grosser Th eil des glücklichen Erfolges zuznschreihen sei.