Druckschrift 
2 (1857)
Entstehung
Seite
775
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Im Jaln-e 1813 focht Sück, seit April Oberst und Regimcnts-Commandant,bei Dresden, wo Erzherzog Johann-Dragoner viele Leute und Pferde verlor. Esging über Dippoldiswalde und Zinnberg nach Böhmen, um in Dux die neue Posi-tion zu beziehen. AmFusse des Gebirges in den Ebenen beiTeplitz am 29. Augustsieh sammelnd, hörte Stick ein heftiges Geschützfeuer. Bald darauf sprengte einpreussischer Adjutant heran und berief ihn zum Könige von Preussen, welcher aufder Höhe vor Teplitz hielt.Sie sehen, mein lieber Oberst, redete der König ihnan, die bedenkli che Lage unseres Heeres. Wirft der F eind den General Ostermannaus dem Engwege von Kulm, so dringt er noch heute bis Teplitz vor, und alleTruppen, die noch im Gebirge stehen, sind sammt dem Geschütze und Gepäck inder augenscheinlichsten Gefahr. Ich ersuche Sie daher, mit Ihrem Ilegimente Allesbeizutragen, w r as dieses unglückliche Ereigniss verhindern kann; die zweckmässigeAufstellung Ihres Regiments überlasse ich Ihren eigenen Ansichten. OberstSück rückte schnell zur Unterstützung der russischen Garden gegen Kulm, dievon weit überlegenen Feinden heftig angegriffen waren. Mit Einbruch der Nachtkam der Grossfürst Constantin zumRegimente und stellte die 3y 2 Schwadronen der Rest war detachirt auf den äussersten Vorposten aus. Am Schlachttagebei Kulm (30. August) kam Sück mit dem Regimente auf dem rechten Flügeldes zweiten Treffens zu stehen. Er unternahm hier jene denkwürdige Attaque,welche die zweitägige Schlacht entschied. Den vortheilhaften Augenblick benützend,brach Oberst Sück an der Spitze des in Colonnen formirten Regiments durch dievorderen russischen Treffen, die Nachtheile des Terrains nicht achtend. Moräste,die beiden Chausseegräben, dichtes Gesträuch und endlich niederes zerfallenesMauerwerk, wurden unter beständigem Kartätschen- und Granatenfeuer des Fein-des bezwungen, die französische, aus 4 Grenadier-Bataillonen bestehende Reserveangegriffen und zum Theilc zusammengehauen, der Rest zersprengt und 7 Kanonenhiebei erbeutet. Die Feinde, die sich mehrere Male wieder sammeln wollten, aber,nunmehr auch schon mit russischer Cavallerie vermengt, im Ganzen sich nichtmehr formiren konnten, bildeten kleine Massen von halben Compagnien und Zügen.Sie wurden aber jedesmal und überall entweder massenweise vernichtet, oderauseinandergesprengt und dann niedergemacht. Diese Attaque war vorzüglichdesshalb von wesentlichem Vortheil, weil von dem Corps des preussischen Gene-rals Ziethen Artillerie, Cassen und andere Wägen auf dem Nollcndorfer Bergebereits den feindlichen Truppen in die Hände gefallen waren und dessen Armee-corps selbst abgeschnitten war, nun aber durch die glückliche Wendung, die dieseAttaque der Aflairc gab, gänzlich befreit, und das bereits verlorne Geschütz undFuhrwerk dem Feinde wieder sammt seinem eigenen entrissen wurde. Schon am2. September erliess der König von Preussen aus Teplitz an den Obersten vonSück folgendes Handschreiben:Die Bereitwilligkeit, mit der Sie, Herr Oberst,am 29. August meiner Aufforderung, den über Nollendorf auf Kulm Vordringen-