Landschaften, welche er in den letzten Jahren besessen, mit Würzburg entschädigt. Die vene-tianischen Provinzen wurden dem Königreiche Italien einverleibt, die deutschen Abtretungen anNapoleon’s Alliirte vertheilt.
Neun und sechzigste Promotion (vom 6. November 1805).
Allerhöchste Verleihung ausser Capitel.
COMMANDEUR.
BELLEGARDE, Heinrich Graf von, Feldmarschall, geheimer Rath und Käm-merer, geboren zuDresden am 29. August 1756, "wo sein Vater Johann Franz, alskursächsischer General der Infanterie und Kriegsminister verstorben, damals Oberst-hofmeister der Prinzen Xaver und Karl von Sachsen war. Der Graf stammteaus einem alten, in Savoyen ansässigen, edlen Geschlechte, von welchem mehrereMitglieder sich in Kriegsdiensten fremder Souveräne ausgezeichnet und hoheWürden im Staate wie im Felde erlangt hatten. Glänzend waren daher schon dieNamen, welche von seinen Vorfahren her den Grafen zu seiner Laufbahn wink-ten, dessen Leben an Verdienst, Ehren und Würden sie weit übertraf. Seit demunsterblichen Eugen von Savoyen war es keinem Gliede des kaiserlichen Heeresso wie ihm vergönnt, am Schlüsse einer 61jährigen Thätigkeit im Dienste auf diezurückgelegte Lebensbahn mit dem Bewusstsein blicken zu können: in vier Feld-zügen als selbstständiger Feldherr, als zweimaliger Präsident des Ilofkriegsrathes,wiederholt als Statthalter der wichtigsten Provinzen die oft schwierigen Pflichtenstets rühmlich erfüllt zu haben. Die höchste Würde des Soldaten mit jener einesStaats- und Conferenz-Ministers vereinigend, ausser dem Commandeurkreuze desMaria Theresien-Ordens mit der ersten Classe aller vaterländischen Orden aus-gezeichnet, geschmückt mit den höchsten Abzeichen der Annerkennung seiner Ver-dienste von Seite mehrerer fremden Monarchen, war dem Grafen der Lohn einesangestrengten, achtzehn Feldzüge und die einflussreichsten Wirkungskreise umfas-senden Lebens in solcher Fülle zugewogen, wie er dem Ehrgeize des Unterthanskaum vorschweben konnte.
Schon im Knabenalter erhielt er das Fähnrichs-Patent bei dem kursächsischenInfanterie-Regimente Bork, später das eines Lieutenants im Regimente der Kur-ftirstinn. Im Jahre 1772 trat Bellegarde als Lieutenant in das kaiserlicheDragoner-Regiment Zweybrück und nahm an den Feldzügen 1778 und 1779als Rittmeister Theil. Im November 1781 ernannte ihn Kaiser Joseph zum Majorhei Savoyen-Dragoner, und schon vier Jahre darnach -war er Oberst und Com-mandant des Dragoner-Regiments Berlichingen. Das Treffen bei Beschaniaam 9. September 1788 bezeichnet Bellegarde’s erste Waffenthat. Mit vier