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3,2 (1828)
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Kienrufs, Lampenrufs.

und fetten Oelen auflöslicli. Braconnot, welcher denKienrufs annlysirt hat, vergleicht das erstere von diesenHarzen mit dem Retinit von Highgate (pag. 1110.), unddas letztere mit Asphalt; eine gewifs sehr wenig passendeVergleichung. Die Gegenwart dieser Harze im Kienrufsist die Ursache, dafs er beim Erhitzen mit Flamme brennt,und bei der trocknen Destillation brenzliches Oel giebt.Nach der Analyse von Braconnot, besteht der Kien-

rufs aus:

Kohle.79,1

In Alkohol löslichem Brandharz . . . 5,3

Darin unlöslichem, schwarzem Brandharz 1,7

Schwefelsaurem Ammoniak . . . 3,3

Gyps.0,8

Sand (zufällig).. 0,6

Schwefelsaurem Kali.. 0,4

Phosphorsaurem Kalk (eisenhaltig) . .- 0,3

Moder.0,5

Wasser.S,0

Spur von Chlorkalium.

Der Kienrufs wird als Farbe gebraucht, und dannmufs er oft zuvor von dem Brandharz befreit werden, zuwelchem Endzweck man ihn entweder in einen Tiegeleinstampft, worin man ihn bedeckt durchglüht, oder manverkohlt ihn durch unvollständige Verbrennung, indemman ihn in einen Cylinder einstampft, in dessen Central-linie man durch den Kienrufs ein Loch macht, in welchemman ihn anziindet, und ihn so unter einem beschränktenLuftzutritt langsam durchkohlen läfsl.

Der Lampenrul's wird vermittelst einer Oellampe ineiner Vorrichtung erhalten, wo die Luft wenig Zutritthat und die Flamme gegen einen Deckel schlägt, welchervon Zeit zu Zeit abgenommen und abgeschabt wird. Erist reinere und schwärzere Kohle, als der Kienrufs.

(Frankfurter Schwarz wird eine andere vegeta-bilische Kohle genannt, die als Farbe vorzüglich von denBuch- und Kupferdruckern gebraucht wird. Sie wirdaus Weinhefe und Traubenstengeln erhalten, die in grofse

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