1204 Desllllallonsproduclu vom Bernstein.
werden, oder es stofsen sich die zusammengesetzten Atomein sehr grofsen Abständen von einander ab, und werdendadurch um so dünner. Das Atom der Essigsäure ent-hält 13, das der Bernsteinsäure 16, und. das der Benzoe-säure 30 einfache Atome, woraus man sieht, dais dieMenge von einfachen Atomen in den von mir vermu-thungsweise angeführten Verbindungen, diese nicht anZahl übersteigt, und dafs folglich ihre Flüchtigkeit keinBeweis gegen eine solche größere Anzahl von einfachenAtomen in den Atomen dieser flüchtigen Oele sein kann.Aber diefs mag sich verhalten, wie es will, so verdie-nen die Far ad ay sehen Resultate immer grofse Aufmerk-samkeit.
Destillationsproducte vom Bernstein. Vondiesen werden in der Heilkunde die Säure und das Oelangewendet, weshalb auch diese Operation sehr häufig inden Laboratorien der Phannaceuten vorgenommen wird.Sie ist von Drapiez einer nähern Prüfung unterworfenworden; er nahm dazu Bernstein von Trahenieres.
Der Bernstein wird in einer Retorte von Glas, Por-zellan oder Eisen langsam erhitzt; es entwickelt sich zu-erst ein saures Wasser, dann condensirt sich zugleich Bern-steinsäure im Halse der Retorte, und es fliehst ein farblo-ses Oel in die Vorlage; zuletzt kommt ein braunes schwer-flüssiges Oel, und gegen das Ende der Operation setzt sichein gelber Anflug in den hintern Theil des Retortenhalses.Während dessen entwickelt sich beständig Gas, welchesjedoch, nach Drapiez, nicht mehr als 0,014 vom Gewichtdes Bernsteins beträgt, und nach ihm reines, ölbildendesGas sein soll, was jedoch nicht richtig sein kann, da esviel darin verdampftes Brandöl enthält. Die saure Flüs-sigkeit enthält, aufser Bernsteinsäure, auch Essigsäure, de-ren Menge Drapiez zu 0,015 vom Bernstein angiebt.Die Bernsteinsäure, welche, nach dem, was ich früher an-führte, Educt und nicht Product von der Destillation ist,beträgt ungefähr 0,0465 * ).
*) Nach einer Angabe von Barth erhält man noch einmal so vielBernsteinsäure, wenn man den Bernstein vor der Destillation mit