Naphtlialinscliwefclsäurc. 1187
mit einem organischen Stoff betrachtet. Nach seiner Ana-lyse besteht sie aus einem Atom wasserhaltiger Schwefel-säure, verbunden mit einem Atom Schwefelsäure, die 4Atome von einer Verbindung aufgenommen hat, welcheaus 5 Atomen Kohlenstoff und 4 Atomen Wasserstoffbesteht. Die Zusammensetzung dieser Säure kann durchdie Formel S H -J- ( S -)- 4 C 5 II 4 ) ausgedrückt werden;in 100 Theilen besteht sie dann aus:
Schwefelsäure . . . 37,21
Kohlenstoff . . 56,75")
Wasserstoff . . 1,85 j ’
Wasser. 4,19
und ihr Atom wiegt 2693,47. Bei ihrer Verbindung mitBasen zu Salzen, tauscht sich das Wasser mit der Baseaus, und das in der Verbindung befindliche Atom derwasserfreien Säure wiegt 25SO,99; ihre Sättigungscapaci-tät ist 3,88, oder vom Sauerstoffgehalt der Schwefel-säure.
Die Naphthalinschwefelsäure bildet eigenthiimlicheSalze, welche alle in Wasser, und wovon die meistenauch in Alkohol löslich sind. Sie haben einen bitteren,fast metallischen Geschmack. In der Luft lassen sie sichleicht entzünden und verbrennen mit Flamme. Bei derDestillation geben sie zuerst Krystallwasser, dann subli-mirt sich etwas Naphthalin, es entwickelt Schwefliclnsäure-und Kohlensäuregas, und in der Retorte bleibt, je nachden verschiedenen Basen oder der ungleichen Hitze, einschwefelsaures Salz oder ein Schwefelmetall mit Kohle ge-mengt. Diese Salze können aus der nicht gereinigtenSäure bereitet werden, wenn man diese mit der Basesättigt, zur Trockne abdampft und das naphthalinschwe-felsaure Salz mit Alkohol von dem schwefelsauren aus-zieht. Das Kalisalz schiefst in feinen, sich fettig anfüh-lenden, perlmutterglänzenden Nadeln an. Es ist in derLuft beständig, in Wasser nicht besonders leicht löslich,durch langes Kochen unveränderlich, und efflorescirt gernan den Rändern beim Abdampfen seiner Auflösung. DasNatronsalz ist dem vorigen ähnlich, scheint aber, vor