Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
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1179
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Holzkohle.

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wie die Meiler verkohlt, in dem aber dio Verbrennungs-producte nicht aufwärts gehen, sondern sich in einerRinne auf dem Boden des Ofens sammeln und durchKanäle abfliefsen, die zugleich den Rauch zu einem, ineiniger Entfernung stehenden Schornstein leiten, und derRauch nun die zum Auffangen der Holzsäure und desTheers bestimmten Reservoire passiren mufs. Die Feue-rung geschieht mit Holz in kleinen Oeffnungen auf denSeiten des Ofens. Die lieifse und ihres Sauerstoffs be-raubte Luft steigt im Ofen auf und verkohlt das darinbefindliche Holz, worauf sie abgekühlt, von der aufstei-genden heifsern verdrängt, und endlich in den Schornsteingetrieben wird. Diese Art von Ofen hat vor den meistenVerkohlungsöfen den Vorzug, dafs sie die Verkohlungganz im Grofsen gestattet; sie verbindet aber damit denallen Verkohlungsöfen gemeinschaftlichen Nachtheil, dafsnicht selten das Holz von sehr weit hergebracht werdenmufs, wodurch also ihre Vortheile leicht verloren gehen.Theer und besonders Holzsäure werden in grofser Mengeerhalten. Einige wenige solcher, in beständiger Wirksam-keit sich befindender Oefen könnten ganz Europa mit Holz-säure versehen, wenn die erhaltene Säure, mit Kalk gesät-tigt und zur Trockne eingekocht, ein Ausfuhrartikel wer-den würde. Sie könnte zu einem äufserst geringen Preisverkauft werden, wenn man die Einrichtung träfe, dafsman die Hitze bei der Verkohlung zum Einkochen desholzsauren Kalkes anwenden könnte.

Die auf die eine oder andere Art gewonnenen Koh-len müssen vollständig verkohlt sein, d. h. alles verlorenhaben, was durch Hitze auszutreiben ist, müssen zusam-menhängend sein und beim Anschlägen klingen. AlleBrände müssen bei der nächsten Verkohlung von Neuemverkohlt werden.

Im Allgemeinen giebt alles völlig ausgetrocknete Holz0,25 seines Gewichts Kohle; diefs variirt aber bei den ver-schiedenen Holzarten zwischen 0,22 und 0,27 nach ver-schieden feuchtem Zustand und den verschiedenen in denPoren des Holzes enthaltenen fremden Stoffen. Nach denIII. 75