Holzsäure.
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Durch wiederholte Destillation halst sich die überde-stillirte Säure nicht verbessern. War sie gelb oder braun,so hinterläfst sie eine Portion Brandharz, aber die über-gehende Säure schmeckt und riecht noch eben so schlecht,wird in Berührung mit der Luft allmählich wieder gefärbtund giebt, nach dem Sättigen mit Alkali und Abdampfen,braune Salze.
Die Operationen, wodurch man die Essigsäure vondem brenzlichen Oel, womit sie verbunden ist, zu be-freien sucht, zerfallen in zwei Arten. Nach der einendestillirt man die Säure von dem Brandharz ab und suchtdann in dem Destillat das der Säure mitfolgende Brandölzu zerstören; nach der andern sättigt man die rohe Holz-säure mit einer Basis, und sucht das Brandharz, Brand-extrakt und Oel von der Säure zu trennen.
Die erstere von diesen Reinigungsmethoden ist vonStoltze ausgeführt worden, der, wie er angiebt, auf dieseWeise eine vollkommen reine Essigsäure gewonnen hat.Er destillirt die Holzsäure zur Trockne ab. Das gelblicheDestillat, welches nun von dem meisten ßrandharz befreitist, wird auf eine der drei folgenden Arten behandelt:a) Zu einem Oxhoft destillirter Säure werden 12 Pfd.feingepulverten Braunsteins gemengt, und dieses Gemenge6 Stunden lang bei einer Temperatur von ungefähr -j-90°gehalten. Darauf werden 90 Pfund zerstofsene, gut aus-gebrannte Holzkohle zugefügt und das Gemenge noch 12Stunden lang bei derselben Temperatur gehalten. Derbrenzliche Geruch der Flüssigkeit ist dann gröfstentheilsverschwunden, und sie riecht nun statt dessen stark sauer;sie wird nun bis zur Trockne abdestillirt.
bj Statt des Braunsteins kann man zu derselben Mengedestillirter Säure entweder 12 Pfund Schwefelsäure, odervortheilhafter Pfund Braunstein und 11 Pfund Schwe-felsäure nehmen, womit nun auf gleiche Weise wie mitblofsem Braunstein verfahren wird, mit dem Untersdiiede,dafs hierbei der brenzliche Geruch schneller verschwindet,und das Gemische also eher abdestillirt werden kann.c) Zu einem Oxhoft destillirter Säure werden 9 Pfd.
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