Druckschrift 
3,2 (1828)
Entstehung
Seite
1154
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1154 Saure Fliissigk. von d. trockn. Destill.

pechähnliclies Harz verwandelt, welches nicht in demsel-ben Grade, wie das Oel, in der Flüssigkeit löslich ist,und deshalb niederfällt. Sättigt man die Säure mit einerBasis, so geht das Brandöl mit in die Verbindung ein,von der es jedoch mit einer weit schwächeren Kraft zu-rückgehalten wird, so dafs ein Theil davon beim Ver-dampfen durch den Zutritt der Luft verharzt und daraufabgeschieden wird, während ein anderer Theil mit demessigsauren Salze in Verbindung bleibt.

Die nicht destillirte saure Flüssigkeit isteine Auflösung in Wasser nicht nur von den Verbindun-gen der Essigsäure mit Brandöl und mit Brandharzen,sondern auch von einer ganz bedeutenden Menge einesextraktähnlichen Stoffes. Wenn diese Flüssigkeit verdun-stet wird, so läfst sie, nach Verflüchtigung der Säure unddes flüchtigen Oels, eine concentrirte braune Auflösungzurück, aus welcher beim Erkalten sich ein schwarzer,weicher, saurer, pechähnlicher Stoff absetzt, der vomWasser zerlegt wird, in ein saures Brandharz, das unlös-lich bleibt, und in eine Lösung desselben in Essigsäure,welche den Geruch, den Geschmack, die Farbe und dieZusammensetzung der nicht destillirten Säure besitzt, abernicht den extraktähnlichen Stoff derselben enthält.

Wenn die Flüssigkeit, aus welcher dieser pechähn-liche Stoff sich abgesetzt hat, weiter verdunstet wird, sobildet sie ein braunes Extrakt, welches sich in warmemWasser in geringer Menge löst, und welches durch Ver-dünnung mit vielem Wasser zersetzt wird, indem das-selbe eine bedeutende Menge saures Brandharz; nieder-schlägt.

Wenn der extraktähnliche Rückstand der verdunste-ten sauren Flüssigkeit in einem Destillationsgefäfse erhitztwird, so geht viele nach Brandöl riechende Essigsäureüber, und es bleibt ein Gemisch von unlöslichem Brand-harz und löslichem Extrakt zurück. Wenn man densel-ben extraktähnlichen Rückstand mit Aether behandelt, sozieht derselbe ein saures Brandharz aus, wodurch er sichgoldgelb färbt. Nach Verdunstung des Aethers bei ge-