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3,2 (1828)
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Saures Brandharz.

ein pechähnliches Brandharz auf. Löst man das letzterein Aether, so bleibt eine neue Quantität desselben Stoffeszurück, verbunden mit einer Portion Brandliarz, welchedurch kohlensaures Alkali von demselben abgeschiedenwird, und der Aether löst zwei Brandharze auf, von wel-chen das eine leichter ist als Wasser, und das anderedarin untersinkt.

Kohlensaures Natron zerlegt das in Alkohol löslicheBrandharz in drei andere. Eins von ihnen gelatinirt, inVerbindung mit Alkali, beim Erkalten der siedendheifsenalkalischen Lösung; das zweite ist in Verbindung mit demNatron in Alkohol löslich, und das dritte, in derselbenVerbindung, in Alkohol unlöslich. Alle drei, nachdemsie mit Säuren gefällt und mit Wasser gewaschen sind,röthen Lackmuspapier, und diese Eigenschaft rührt nichtvon einer Verbindung mit der fällenden Säure her. DurchKochen mit Wasser erleiden sie eine ähnliche Verände-rung wie das mit Alkali nicht behandelte Brandharz.Ammoniak löst das Brandharz unvollkommen auf, undbringt eine der Einwirkung des Wassers analoge Zer-setzung hervor, aber schnell und kräftiger^ während essich mit gewissen Bestandteilen des Brandharzes ver-einigt, welche es beim Verdunsten gröfstentheils wiederverläfst.

Ob diese Zersetzungen darauf beruhen, dafs das saureBrandharz eine Verbindung ist von Essigsäure mit einemKörper, der kein Harz ist (Moder?), und dafs die Rea-genzien unter gewissen Umständen mehr von der erstenals von dem letzten aufnehmen, will ich unausgemachtlassen. So viel ist jedoch gewifs, dafs künstliche Ver-bindungen von Essigsäure mit den Producten der Zer-setzung des Brandharzes dem Brandharze gleichen, dafssie aber durch Verdunstung der Essigsäure in gewöhnlicherTemperatur wieder zersetzt werden, eben so wie z. B.sich aus Fett und Buttersäure künstliche Butter zusam-mensetzen läfst, welche aber durch Verdunstung der Säurewieder in Fett zurückgeht.

2) Nicht saure Brandharze, a) Brandharz