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3,2 (1828)
Entstehung
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922 Durch Salpetersäure gebildete

welches den bitteren Stoff ungelöst läfst. Er ist gelb,pulverfönnig und röthet Lackmus. Er schmilzt schwer,riecht dabei gewürzhaft und wird dann mit Zurücklas-sung von Kohle zerstört. Von kochendem Wasser wirder leichter als von kaltem aufgelöst und schlägt sich beimErkalten nieder; ist in Salpetersäure auflöslich, worauser durch Wasser als ein weifses Coaguluin gefällt wird.Von Alkohol und Alkali wird er mit rother Farbe auf-gelöst. Er fällt nicht die Leimauflösung.

Vom Fernambukextrakt bekam Chevreul jeinen eigenen bitteren Stoff, als 1 Th. Extrakt mit 2 Th. iWassers und 5 Th. Salpetersäure vermischt, zur Trockneabgedampft, in kochendem Wasser aufgelöst und filtrirtwurde. Beim Erkalten schlug sich eine gelbe, flockigeSubstanz nieder, die aus ihrer Auflösung in kohlensauremKali einen pomeranzengelben, harzartigen Stoff absetzte,und nach der Sättigung des Kali’s mit Salzsäure in klei-nen, glänzenden, gelben Krystallen anschofs, die sauerund hintennach bitter und zusammenziehend schmeckten.

In kaltem Wasser ist er schwerlöslich, leichter auflöslichin kochendem. Durch Erhitzen wird er zersetzt, giebtStickstoffoxydgas, Stickgas, Cyanwasserstoffsäure, ölbilden-des Gas, Wasser und Kohle. Schnell erhitzt, verpufft ergelinde. Selbst mit Kali gesättigt, fällt er stark die Leim-auflösung. Das Kalisalz schiefst in pomeranzengelben Na-deln an. Es verpufft heftig, mit Knall und purpurrothemFeuer.

b) Gerbstoffarten. Bei Zerstörung von Pflanzen-stoffen durch oxydirende Reagentien geschieht die Ein-wirkung gewöhnlich zuerst auf den Wasserstoff, wodurchdie Menge des Kohlenstoffs in dem Uebrigen beständigzunimmt und sich, wie bei der Behandlung mit Schwe-felsäure, endlich abscheiden würde, wenn er nicht durchdie Salpetersäure in Verbindung mit anderen Stoffen ver-setzt und in das, was man künstlichen Gerbstoff nennt,verwandelt würde. — Diese Substanz erhält man am rein-sten, wenn man die Pflanzenlheile zuerst verkohlt, undjenen dann aus der Kohle bereitet. Er entsteht übrigens

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