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Krapp.
Man trennt davon die kleinen Wurzelfasern und die Wur-zelschaale, die den Namen Mullkrapp oder Krappkleiebekommen, so wie auch das Mark, das Korkkrapp ge-nannt wird, und sucht das Holz der Wurzel allein zu be-kommen, das, zerstofsen und in Tonnen gepackt, unterdem Namen echter Krapp in den Handel kommt. In derLevante wird er Lizzari oder Alizzari genannt. Der Krappenthält einen rothen Farbstoff, der in der Färberei häufigbenutzt wird, und dessen chemische Natur von Kuhl-mann ausgemittelt worden ist. Man übergiefst echtenKrapp mit kaltem Wasser und läfst ihn damit maceriren.Dieses Wasser löst Gummi, Zucker, gelbes Extrakt undfreie Aepfelsäure auf. Die Auflösung wird abgegossenund der Rückstand mit kaltem Wasser abgespiihlt, woraufman ihn mit Wasser kocht, welches, zumal bei Zusatzvon etwas kohlensaurem Natron, den gröfsten Theil desrothen Farbstoffs auflöst. Die tief dunkelrothe FlüssigkeitW'ird filtrirt und darauf mit Schwefelsäure vermischt, wel-che (analog der Fällung des Gerbstoffs durch Säuren) denFarbstoff mit rotbgelber Farbe niederschlägt, den manauf’s Fillrum nimmt und mit verdünnter Schwefelsäureauswäscht. Man prefst ihn dann zwischen Löschpapieraus und löst ihn in Alkohol von 0,83 auf, wobei einegeringe Menge fremder Substanz ungelöst bleibt. Diefiltrirte rothe Flüssigkeit ist sauer und wird mit kleinenQuantitäten von kohlensaurem Kali vermischt, bis dafsdie Säure genau gesättigt ist; man giefst dann die Flüs-sigkeit vom gebildeten schwefelsauren Kali ab und läfstsie abdampfen. Es bleibt eine rothe, verworren krystal-lisirte Masse zurück, die das Krapproth ist.
Robiquet und Colin stellen es auf folgende Artdar: 1 Th. gemahlener Krapp wird mit 3 bis 4 Th. kal-ten Wassers angerührt; nach 8 bis 10 Minuten wird dieFlüssigkeit ausgeprelk und sogleich filtrirt. Nach einerWeile gelatinirt sie. Die Masse wird dann auf ein Fil-trum gelegt, um die Flüssigkeit von dem Gelatinirtenablaufen zu lassen. Noch ehe letzteres ganz trocken ge-worden ist, wird es mit wasserfreiem Alkohol behandelt,111 . 42