Scammonium.
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sowohl von Alkohol als Aether aufgelöst. Es ist rotbgelb,durchsichtig, anfangs weich, erhärtet aber allmählich. Esriecht nach Sagapenum, schmeckt anfangs fett und mild,nachher unangenehm und bitter. In der Wärme schmilztes unter Aufblähen und entzündet sich. In Terpenthinölund Mandelöl ist es schwer auflöslich. Das Pulver vondiesem Harz färbt sich in erwärmtem Chlorwasser grünund blau. Schwefelsäure löst dasselbe mit dunkelrotherFarbe auf, Bei Zusatz von Wasser schwimmt eine dun-kel violette Substanz auf, während die Flüssigkeit rothwird. Kochende Salpetersäure löst es, unter Bildung vonOxalsäure, einem grofsen Theile nach auf. Es bleibt eingelbes, sprödes, verändertes Harz zurück, das sich etwasin Wasser auflöst, bitter schmeckt, von Alkohol, Terpen-thin- und Mandelöl leicht aufgelöst wird, aber nicht vonAether. In der Wärme schmilzt es unter Aufblähen. Ausder sauren Auflösung schlägt Ammoniak gelbe Flockennieder, die sich in einem Ueberschufs des Alkali’s mitrother Farbe auflösen, Chlorwasserstoffsäure, mit demHarz digerirt, färbt sich blafsroth, dann violett, hieraufblau und beim Kochen braunroth. Von Alkali wird sienicht gefällt. Das Unaufgelöste ist blau und mit schönblauer Farbe in Alkohol auflöslich. Ammoniak giebt da-mit eine schmutzig-gelbe, unklare Auflösung. Das ver-änderte Harz löst sich in Ammoniak wenig auf, und dieFlüssigkeit wird unklar; es verbindet sich mit Kali, löstsich aber nur einem geringen Theile nach in der alkali-schen Flüssigkeit auf.
Das Sagapenum wird in der Heilkunde angewendet,fängt aber an verlassen zu werden, da es weniger wirk-sam als Gr. aimnoniacum und galbanum ist.
Scammonium ( \Aleppense ) kommt von Coiivolvit-lus Scammonea , in Klein-Asien. Es wird hauptsächlichin der Gegend von Aleppo gesammelt. Es kommt ingrofsen, trocknen, leichten, weichen und porösen Massenzu uns, die glänzenden Bruch und aschgrauen Strich ha-ben. Es ist spröde und leicht zu pulvern, riecht unange-nehm, schmeckt zuerst unbedeutend, dann aber ekelhaft,