wie ein Gemenge von Ammoniak und Spiritus löst die-selbe am besten auf. In fetten und flüchtigen Oelen istsie unauflöslich. Die Myrrhe ist von Braconnot undBrandes untersucht worden. Nach ihnen besteht sie aus:
Braconnot. Brandes.
Harz
23,0
27,8
Flüchtigem Oel
2,5
2,6
Gummi
46,0
54,4
Pflanzenschleim
12,0
9,3
Salzen (Kali und Kalk mit Schwefel-,Benzoe-, Aepfel- und Essigsäure)
_
1,4
Fremder Einmengung
—
1,6
83,5 97,i.
Das flüchtige Oel ist farblos, wird aber mit derZeit gelb, ist dünnflüssig, riecht wie Myrrhe, schmecktanfangs milde, dann balsamisch, campherartig. In derLuft verdickt es sich zu einem Firnifs. Es läfst sich nichtmit Spiritus überdestilliren. In Alkohol, Aether und fet-ten Oelen leicht auflöslich. Verbindet sich mit Schwefel-säure, Salpetersäure und Salzsäure zu einer rothen, durchWasser trüb werdenden Flüssigkeit. Wird die Auflösungdieses Oels in Aether mit Salzsäure geschüttelt, so ziehtletztere einen grofsen Theil Oel aus und bildet damit un-ter dem Aether eine rothe Flüssigkeit. Das Harz derMyrrhe besteht aus zweien. Wird das mit Alkohol ausder Myrrhe ausgezogene Harz, nach Abscheidung desAlkohols, mit Aether behandelt, so zieht dieser, nachBrandes, 5,56 Proc. vom Gewicht der Myrrhe einesrothgelben, durchscheinenden, bei gewöhnlicher Tempe-ratur weichen und schmierigen Harzes aus, das in derLuft allmählich fester wird. Es schmeckt anfangs wenig,nachher aber stark bitter und scharf. In der Wärmeschmilzt es mit Aufblähen, löst sich leicht in Alkohol,Aether und Terpenthinöl, in geringerer Menge in Man-delöl auf. Mit Ammoniak giebt es eine unklare Auflösung,— Das Harz, welches vom Aether nicht aulgelöst wird,