Oefen und Lampen ohne Rauch und Rufs. 339
Kohlenstoff zu verbrennen, der daher niedergeschlagenund fein mechanisch zertheilt von der aufsteigenden war-men Luft fortgeführt wird. Er setzt sich an den Körpernab, die er berührt, und auf diese Weise sammelt sichder Rufs in unseren Schornsteinen. Der Rufs, welchenman von Birkenrinde, Terpenthin, Pech, Kampher u. dgl. m.erhält, ist reine Kohle; der Rufs von Hölzern aber ent-hält brenzliches Oel, mit kohlensaurem und essigsauremAmmoniak, die beim Verbrennen gebildet werden undsich mit der Kohle verdichten.
Rauch und Rufs können durch starken Luftzug ver-mieden werden, weil dadurch der ZutriLt von Sauerstoffund die Hitze vermehrt wird; den Beweis dafür liefernThiloriers Ofen -ohne Rauch und Argands Lampen.Diese letztem, welche besonders häufig im Gebrauchesind, geben eine ringförmige»Flamme, die von der Luftinnerlich und äufserlich berührt, und bei welcher derLuftwechsel ringsum noch durch einen um die Flammeherum angebrachten Glascylinder beschleuniget wird, derdie aufsteigende heifse Luftsäule erhöht, und dadurch,nach aerosta tischen Gesetzen, den Zug verstärkt. In demLuftzuge dieser Lampen brennt die Flamme fast mit dem-selben Glanze, wie im Sauerstoffgase, und der Rauchwird vollkommen verzehrt.
Die Körper, welche man als Brennmittel anwendet,sind besonders Holz und Holzkohle, Steinkohle, Braun-kohle, Torf, fette Oele, Talg, Wachs, Weingeist u. d. m.Die Hauptbestandteile dieser Körper sind Kohlenstoff,Sauerstoff und Wasserstoff, und die Producte ihrer Ver-brennung sind, aufser Rauch und Rufs, Kohlensäure undWasser. Je mehr Wasserstoff ein Körper enthält, einedesto gröfsere Flamme giebt er, und desto weniger Hitzekann in unseren gewöhnlichen Feuerstätten daraus entwik-kelt werden. Die wasserstoffreicheren Brennmittel wer-den defshalb meistens zum Erleuchten benutzt, wogegenHolzkohle und Steinkohle vorzüglich zur Hervorbringunghöherer Wärmegrade, oder zur Unterhaltung einer gleich-förmigeren Hitze angewandt werden, weil das Flackern
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