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See-Compafs.
ein solches Werkzeug eine einigermaßen richtige Beob-achtung zulassen soll, so mufs es in der Richtung der Mag-netnadel aufgehängt werden. Hängt man es so auf, dafsseine Richtung einen rechten Winkel mit der Richtungdes Magnets macht, so nimmt es eine perpendiculäre Stel-lung an.
Es ist klar, daß, wenn man eine Eisenstange voll-kommen in die Richtung und Neigung des Magnets bringt,in ihrem untern Ende eine kleine Menge -j-M, im obe-ren Ende aber etwas — M sich ansammeln muß; wennman daher ein längliches Stück weiches Eisen, z.. B. einenSchlüssel, dem Nordpol einer Magnetnadel nähert, sowird dieser, so lange der Schlüssel eine horizontale Lagehat, nur angezogen. Stellt man den Schlüssel aber verti-kal, so wird der Nordpol von dem oberen Ende angezo-gen und von dem unteren abgestoßen. Dieses läßt sichmit dem nämlichen Ende bewerkstelligen, je nachdemman eins oder das andere aufwärts oder niederwärts hält.Reiben befördert diese Vertheilung und befestiget gleich-sam die getheilten -J- und — M, wie die BereiLung derkünstlichen Magnete beweist. Reibt man daher einein die Richtung des Magnets gebrachte Stahlstange miteinem andern Stücke Eisen, oder beklopft sie von obennach unten schwach mit einem Hammer, so befördert undbefestiget man die Zertheilung des magnetischen Stoffsund die Stange bleibt nachher magnetisch. Dieses Magne-tismen beruht also auf Reiben, unter Einfluß des Erd-magnetismus. Bloßes Reiben kann zwar ebenfalls biswei-len magnetisiren, aber schwächer, und es kommt dabeiimmer viel darauf an, sowohl das reibende, als das ge-riebene Stück Eisen, in die richtige Lage zu bringen.
Die Eigenschaft des Magnets, sich nach Norden undSüden zu wenden, gab uns ein unentbehrliches Hülfsmit-tel für Seereisen, den Compafs. Dieser besteht auseiner magnetisirten Nadel von gutem Stahl, die in derMitte mit einer kleinen Messingbülse versehen ist, aufwelcher sie ruht. Sie kehrt sich stets nach Norden undSüden, und zeigt dadurch den Seefahrern die Himmels-