Forlpflanz. d. Elektr. — Elcktr. Zonen. 85
Stange erhalten, ungeachtet die Kugeln einander abstie-fsen. Diefs kommt daher, dafs die kleine Luftschicht a bzwischen dem Siegellack und dem Conduktor ein Nicht-leiter ist, welcher, wenn er auf der einen Seite a vondem Siegellacke — E erhält, auf der anderen Seiteb -j- E bindet. Diese mufs er von dem Conduktor ent-nehmen, dessen elektrischer Stoff dadurch zerlegt wirdin -j-E, welche von der Luftschicht gebunden wird, undin — E, welche sich frei im Conduktor äufsert und dieKorkkugeln zwingt, sich von einander zu entfernen.Nimmt man die Siegellackstange und damit zugleich die
— E von der Seite a der Luftschicht hinweg, so hörtder Ladungszustand der Luft auf, die -j- E im Conduk-tor wird nicht mehr gebunden, sondern mit —- E wie-der zum unbemerkbaren Elektricum vereiniget. Wennman aber, während dessen man die Lackstange an denConduktor hält und die -j- E des letztem von derLuftschicht in b gebunden wird, den Conduktor mit ei-nem Finger berührt, so geht seine freie ,— E fort unddie Kugeln fallen wieder zusammen. Nimmt man abernun die Siegellackstange wieder weg, so wird die elek-trische Ladung der Luftschicht dadurch, dafs man ihr die
— E in a entzieht, zerstört; die -j- E, welche vorhergebunden war, wird frei, die Kugeln stofsen sich wie-der ab, und der Conduktor wird durch diejenige-j- E elektrisch, welche, während das Siegellack ihmnahe war, durch den Finger von ihrer —- E getrenntwurde.
Diese Erscheinung hat Anlafs zu der Untersuchunggegeben, auf welche Weise die Elektricität fortgepflanztwird, ob diefs nämlich durch einen zusammenhängendenStrom, oder durch Theilung der Elektricitäten geschieht,wodurch in dem leitenden Körper Zonen von getheilterElektricität entstehen, so dafs, wenn z. B. -j-E durcheinen Metalldrath strömen soll, durch die Einwirkungdieser -j- E in dem Drathe eine Menge Zonen gebildetwerden, welche -j- E und — E in getrenntem Zustandeenthalten, und in welchen die —E der ersten Zone die