Erregung der Elektricität durch Reiben. 73
elektrischen Körpers, oder innerhalb seines Wirkungskrei-ses, dessen Flektricität annehmen und einander abstofsen.Dieses Werkzeug nennt man Elektrometer (Elektri-citätsmesser) oder, richtiger, Elektroskop (Elek-tricitätszeiger).
Gewisse Körper fassen die entwickelte E sehr leichtdurch sich hindurchgehen und werden deshalb Elektri-citätsleiter genannt. Die besten Leiter sind Metalle,Holzkohlen, Graphit (oder Reilsblei) u. m. a. AndereKörper hingegen lassen die E schwieriger und langsamerdurch; man nennt sie Halbleiter. Es gehören dazuWasser, Kreide und Steinarten im Allgemeinen u. s. w.Noch andere Körper gestatten ihr beinahe gar keinenDurchgang; sie heifsen Nichtleiter. Dahin gehören Glas,Harz und überhaupt alle diejenigen Körper, welche durchReiben elektrisch werden.
Die beiden Elektricitäten -j- E und — E, die inihrer Verbindung mit einander den für uns unbemerkba-ren elektrischen Stoff ausmachen, können sowohl durchmechanische, als auch durch chemische Hülfsmittel voneinander getrennt und für uns wahrnehmbar gemachtwerden.
1. Erregung der Elektricität durch Reiben.
Sie erfolgt, wenn zwei Körper gegen einander ge-stofsen oder gerieben werden.
In allen Körpern wird dadurch Elektricität erregt;in Leitern kann sie sich aber natürlicherweise nicht an-sammeln, wenn sie nicht auf Nichtleiter so aufgestelltwerden, dafs der freie Durchgang der E nach dem Erd-boden dadurch verhindert wird. Wird ein Leiter aufdiese Weise aufgestellt, so heilst er isolirt.
Am besten und reichlichsten wird die Elektricitätdurch das Reiben von Nichtleitern erregt, wenn manz. B. Glas oder Harz mit Wolle oder Haaren reibt.
Die Trennung der beiden Elektricitäten wird hierbeidadurch bewirkt, dafs z, B. das Glas beim Reiben die