Edelcrantz und Hutton’s Werkzeuge. 67
klumpen erstarrt. Die Röhre zwischen beiden Kugelnkann sehr lang sein, ohne dafs das Gefrieren dadurch er-schwert wird; allein die geringste Menge Luft im Puls-hammer zerstört jede Wirkung.
Vor einigen Jahren machte Baron Edelcrantz denVorschlag, in einem von ihm ausgedachten eigenen Instru-mente die Luft zu verdichten, um sie dann bis zumhöchst möglichen Grade abkühlen und wieder ausdehnenlassen zu können, und so durch Verbindung mehrerereinander abkühlender Vorrichtungen das Erkalten fastbis ins Unendliche fortzusetzen. Dieser Versuch wurdejedoch nicht zur Ausführung gebracht. Neuerlich hatman angeführt, dafs Hutton, ein schottischer Gelehrter,dem der Vorschlag des Baron Edelcrantz gewifs nichtbekannt war, durch einen nach ähnlichen Grundsätzeneingerichteten Abkühlungs-Apparat einen so hohen Gradvon Kälte hervorgebracht hat, dafs Alkohol darin er-starrte, welches bisher fast die einzige Flüssigkeit war,die man nicht in fester Gestalt darzustellen vermochte. .—Leslie zeigte, dafs in der Kugel eines bis zum Frost-punkte erkalteten Thermometers, wenn man sie mitBaumwolle umgiebt, die mit Aether angefeuchtet ist, dasQuecksilber unter dem Recipienten einer Luftpumpe, beischnellem Auspumpen der Luft, friert. Marcet führtan, dafs bei der Anwendung einer noch flüchtigerenFlüssigkeit, des Schwefelalkohols, das Quecksilber, ohnevorhergegangene Abkühlung, in Zeit von 3 bis 4 Minu-ten zum Gefrieren, und ein Weingeist-Thermometer bis— 60° erkaltet werden könne. Durch Verdunstung einernoch flüchtigeren Flüssigkeit, der schweflichten Säure, eineder coerciblen Gase, die ohne erhöhten Druck bei — 18°flüssig wird, und die bei — 10o kocht, hat Bussy nochniedrigere Temperaturen hervorgebracht. Quecksilber ge-friert in einigen Augenblicken, wenn die Kugel eines Ther-mometers mit Baumwolle umgeben wird, die mit der flüs-sigen schweflichten Säure befeuchtet wird. In der Luftfällt das Alkoholthermometer bis zu — 57 0 , und unterder Luftpumpe bis zu — 68 °. Dabei wird Spiritus
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