Intensität des Lichts. Lichtmesser.
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Im Dunkeln gehen beide gleich, am Tage aber steigt dasgeschwärzte höher, als das andere, und das zwar um somehr, je stärker das Licht ist, was auf beide fällt. Einsolches Instrument nennt man einen Lichtmesser oderPhotometer. Es wurde von Pictet erfunden. Les-lie fand durch die damit angestellten Versuche, dafs dasSonnenlicht eine 12,000 Mal stärkere Intensität als einWachslicht hat, so dafs ein Stückchen Sonne von derGröfse einer Lichtflamme so viel als 12,000 Wachslichterzusammen leuchten würde. Mittelst desselben Instrumentskann man auch die Durchsichtigkeit der Körper messen.So fand Leslie, dafs z. B. von 100 Lichtstrahlen trocknerCambrik SO, nasser Cambrik 93, feines Papier 49, geöl-tes Papier SO Strahlen u. s. w. durchlassen.
Die Sonnenstrahlen sind sonach an und für sich nichtwarm, sondern geben dann erst Wärme, wenn sie vonnichtleitenden Körpern zersetzt und eingesaugt werden,daher man lange glaubte, die Sonnenstrahlen würden da-durch wärmend, dafs sie einen auf der Erde befindlicheneigenen Wärmestoff in Bewegung setzten. Nach Leslie’sphotometrischen Versuchen betrug unter der Breite vonEdinburg im Sommer zur Zeit der Sonnenwende diewärmeerregende Kraft der Sonnenstrahlen beim Unter-gänge der Sonne 90° Fahr, oder -j- 32° C. Im Winterhingegen war ihre höchste wärmende Kraft ==; 25° Fahr,oder — 3°,6 C. Die Sonnenstrahlen, welche an einemSommertage durch einen mit lichten Wolken bedecktenHimmel durchströmen, betragen unter derselben Breite16° bis 20° C., im Winter aber nur 6° bis 9° C.
Bei jeder Verbrennung entstehen Strahlen, die denSonnenstrahlen ähnlich, jedoch weit weniger dicht undmit dem in ihnen enthaltenen Wärmestoffe weit schwä-cher verbunden sind. Man kann sich leicht von der wär-menden Natur dieser Strahlen überzeugen, wenn man sichim Winter in einem kalten Zimmer vor ein Kaminfeuerstellt; man fühlt die Hitze oft in ziemlicher Entfernungvom Feuer, ungeachtet die Zimmerluft nicht davon er-wärmt wird. Die Ursache davon ist, dafs die Feuerstrah-