Druckschrift 
6 (1830)
Entstehung
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Auslegung des vicrunddrcifiigsten Psalms-

Du wirst also Meine Seele nicht in jenen Schmerzen lassen,und nicht zugeben, daß Dein Heiliger verwese." Hierverkündigt er mit deutlichen Worten, daß der Leib des Messiasnicht, gleich andern Körpern, in Auflösung übergehen werde. SeinLeib wird sogleich belebt werden, und sodann aufcrstehen.

Du thust Mir kund den Weg zum Leben." Ecdankt nun, daß ihm nicht nur das Leben sei wiedergegeben wor-den, sondern daß auch dasselbe ein Leben in ewiger Freude seinwerde:Du zeigst Mir das Leben, und gibst cs Mir wieder,und gibst Mir Freude die Fülle," d. Du wirst Michsättigen mit Freude;vor Dir," d. i. in Deiner Nahe, Dei-nem Anschauen. Er schildert hier das ewige Leben. Das ewigeLeben ist jener innige Umgang mit Gott, in welchem wir, sowie Er, in unmittelbarer Nähe das Anschauen und die LiebeGottes genießen werden. Es wird in uns göttliches Licht, gött-liche Weisheit und Gerechtigkeit gesenkt werden, welche alle Vor-stellung der Creatur übertreffen wird. Das sind die unermeß-lichen Güter, welche der Kirche verheißen sind, und durch denSohn uns zu Theil werden. Er fügt in Ansehung der Ewig-keit noch hinzu:Liebliches Wesen ist zu Deiner Rech-ten ewiglich," d. i., ich werde solche Seligkeit in alle Ewig-keit, und zwar zu Deiner Rechten genießen. Der Herr ist einmächtiger Herr; die göttliche Allmacht sammelt sich eine ewigeKirche, von der Er vorher gesagt:Das Loos ist Mir gefal-len aufs Lieblichste; Mir ist ein schönes Erbtheilgeworden." Das wird jenes Gut sein, das die Kirche in alleEwigkeit genießen wird, daß sie nämlich im Anschaucn Gottesdie Weisheit, Güte, Gerechtigkeit und Freude desselben genießenwird. So sehen wir, daß dieses kurze Gedicht fast alle Haupt-punkte der Lehre der Kirche in sich faßt.

Auslegung des vierunddreißigsten Psalms.

dieser Psalm ist vornehmlich ein Danklied für die Befreiungaus einer nicht besonders genannten Gefahr. Die Ueberschriftweist auf die 1. B. Samuelis 21 (10 ff.) ausgezeichnete Ge-schichte hin, wo erzählt wird, David sei zu Achis gekommen, und