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6 (1830)
Entstehung
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Auslegung des sechzehnten Psalms.

so wie die Verdauung wird gehemmt, und so wird bas Lebenzuletzt zerstört. Diese heftigen Schmerzen versteht er hier, undumfaßt zugleich das ganze Innere, nämlich das Herz, und alledie Theile, die mit der Bewegung des Herzens zusammenhan-gen, so wie auch die Seitcnweichen, welche hauptsächlich der Sitzjener Leiden sind. Er fügt aber hinzu:des Nachts;" injenen Leiden züchtigen mich meine Nieren wahrend derda litt Ich unbeschreibliche Schmerzen; da empfand Ich die ganzeSchwachheit der menschlichen Natur in dem Grade, daß ich fastunterlag. Das Alles umfaßt Er mit jenem Worte. Aber in je-nen schweren Leiden spricht Er:habe Ich den Herrn alle-zeit vor Augen." Dessen ungeachtet, will Ec sagen, rief Ichdabei zu Dir, und behielt Glauben und Zuversicht. Wir wollenwiederum von uns reden. David blickt in seinen schweren Lei-den zu Gott auf, halt den Glauben fest, und erfährt also Hilfe.Darauf redet er von der Befreiung:Darum freuete sichmein Herz," ich empfand Trost und Belebung. Die Freudedes Herzens ist Leben; Traurigkeit ist Erschütterung, welche denMenschen allmälig aufreibt. Jeder Mensch lebt so lange, alser noch eine Freude sein nennt; hat aber die Traurigkeit seinHerz überwältigt, das ist der Gang zum Tode.MeinHerz freute sich," es fühlte sich neu belebt,und meineEhre ist fröhlich," d. h., ich freue mich der erlangten Hilfe,und will mit meiner Zunge diese Deine Wohlthat rühmen.

Auch Mein Fleisch wird sicher liegen." DieseWorte beziehen sich ganz eigenthümlich auf die Person des Mes-sias, sodann auch auf die übrige Kirche, jedoch nur in sofern,als ihr solches durch den Messias zu Theil wird.MeinFleisch wird liegen." Er redet eigentlich von der menschli-chen Natur, deren Erwähnung auch in jenen Aussprüchen einge-schlossen ist:Des Weibes Same wird der Schlangeden Kopf zertreten; in deinem Samen sollen alleGeschlechter gesegnet sein."Sicher," in Hoffnung,d. i., mein Fleisch wird wieder aufleben. Jener Same muß le-ben, darum wird er den Tod überwinden.Denn Du wirstMeine Seele nicht in der Hölle lassen." Ich willhierüber keine Streitfragen anrcgen. Die Schmerzen der Höllebedeuten jene unsäglichen, furchtbaren Schmerzen, in welchen sichdas Gefühl des göttlichen Gerichts kund thut; so heißt es ineiner andern Stelle:Denn es umfingen Mich des To-des Bande, der Höllen Bande umfingen Mich."