Vorrede.
^)ie letzte Lieferung der Auswahl aus Melanchthon's Wer-ken erscheint spater, als die Ankündigung erwarten ließ; derHerausgeber, durch amtliche und andre Verhältnisse gebun-den, konnte in der Arbeit nicht so schnell sortschrciten, alser selbst, und noch mehr die Verlagshandlung wünschte; erwollte aber lieber seine Aufgabe mit Sorgfalt, als flüchtiglösen.
Zn den fünften Theil ward noch eine Streitschrift, näm-lich die wider den Cölner Klerus, ausgenommen, weil sie einMuster christlicher Polemik, sowohl die milde, versöhnlicheGesinnung, als die scharfsinnige Methode des Verfassers be-wahrend, und ein wichtiges, den sehr ungleichen Geist derbeiden Parteien klar bezeichnendes Aktenstück der Rcforma-tionsgeschichte ist; zwei Hauptpunkte des Zwiespalts, die Messeund der Cölibat, werden darin ins hellste Licht gesetzt. —Der Brief an den Grafen Weda enthalt neben einer sin-nigen Dichtung, eine so weise und kräftige Ermahnung an