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6 (1830)
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Auslegung des sechzehnten Psalms.

und Wonne an ihnen; diese sind der Gegenstand Meiner Liebeund Meiner Bestrebungen. Hiermit macht Ec eine Unterscheidungzwischen der wahren Kirche und allen andern ungöttlichen Men-schenvereinen. Es ist kein Grund vorhanden, die folgenden Worte:Aber Jene, die einem Andern Nacheilen, werdengroßes Herzeleid haben," bloß auf die Juden zu beziehen.Er will überhaupt soviel sagen: Ich leide für die Heiligen, d. i.Mein Leiden wird der auserwählten Kirche zu Gute kommet.,und diese will Ich haben; für diese bete Ich; wie es Joh. 17.(V. 9. u. 20.) heißt:Ich bitte für sie; Ich bitteaber nicht allein für sie, sondern für Alle, die durchDein Wort an Mich glauben werden." Die Wortehier, in Ansehung des Zugutckommens des Leidens Jesu, sindganz dieselben.Für diese," spricht Er,leide Ich; diese em-pseht' Ich Dir." Es ist dieß ein Gebet für uns Alle. Des-halb muffen wir dasselbe fleißig beherzigen. Unser Herr JesusChristus bittet in diesen Worten für uns, und empfiehlt unsdem ewigen Vater, und das ist die Bitte und Stimme desSohnes vom 'Anbeginn, vom Fall Adams bis zur Auferstehungder Tobten:An denen Hab' Ich alles Mein Gefal-len;" Diese will Ich, für diese bitte Ich; diese cmpfehl' IchDir! So ist der ganz einfache eigenthümliche Sinn zu fassen.Wir wollen nicht einen Proteus aufstellen, und nicht aus einen,Vers unzählige Gedanken oder vielmehr eben so viele Verstüm-melungen herauskünstcln.

Er unterscheidet nun die wahre Kirche von der übrigen un-göttlichen Gesellschaft;aber Jene, die einem AndernNacheilen." Es gibt der ungöttlichen Gemeinschaften garviele; welche Verwirrung herrschte im heidnischen Götzendienst,wo ein Theil die Venus, ein anderer den Priap, Andere denVakchus anbetcten, und einen vielgestaltigen Götzendienst, verbun-den mit den unvernünftigsten Gräueln in den verschiedenen Ver-ehrungsweisen, einsührten! Sehen wir ferner auf die Philosophen;da behaupten Einige, Gott sei Nichts; so Demokrit, DiagorasMelius. Andere sagten, Gott sei zwar Etwas, aber er kümmeresich nicht um die menschlichen Angelegenheiten; wie die Epikurerlehrten. Andere banden die Gottheit an Mittelursachen; nochandere Weise stellten endlich als Grundsatz auf, man müsse über-haupt zweifeln. Also sucht die Philosophie, die in der Thal Weis-heit, und keineswegs durchweg Wahn und Thorheit ist, allerdingsin einiger Hinsicht die letzten Gründe zu erforschen, jedoch was