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Evangelium Luk. 7, 11 —17.
zwischen diesen beiden edlen ausgezeichneten Männern angefachthaben. Aus diese Weise sollen wir die Uebel der Gegenwart tra-gen, und immer denken, daß uns, wenn wir gerade dieser Nochentgangen waren, vielleicht eine andere weit größere würde be-troffen haben.
Also sehen wir, daß auch in der Kirche der Trost des Ge-setzes seine Stelle einnimmt. Vor Allem aber ist der Trost desEvangelium ins Auge zu fassen. Jene Mutter, obwohl sie trauertum den Sohn, weiß doch, daß er in der Hand Gottes, unddarum nicht gänzlich ein Raub der Vernichtung geworden ist.Es tröstet sie aber Christus auf eine ganz besondere Weise.Er ruft ihren Sohn ins Leben zurück. Wohl werden wir zudiesem Leben nicht Alle wieder erweckt, aber es ist dieß auch nichtnothwendig, da ja die Menschen für ein anderes Leben ge-schaffen sind. Genug ist's, daß solche Beispiele zur Bekräftigungder evangelischen Verheißungen vorhanden sind. —
Noch zwei sehr bedeutungsvolle Umstande sind zu berühren.Christus tritt hinzu, und rührt den Sarg, d. h. den Tod an,und heißt ihn still stehen. „Ist zumal ein schönes Bild;" derSohn Gottes ist der Mann, der dem Tode Stillstand gebie-tet, d. i., seinem Walten ein Ende macht! Er rührt den Sargan, d. h, er übernimmt die Lcidenslast, und duldet harter, alskein Anderer iin menschlichen Geschlechtc. Er unterwirft Sich demVater, erniedrigt Sich unter alle Menschen, empfindet größereSchmerzen, als kein anderer Mensch; dennoch aber ist Er desTodes Besieger, wie der Prophet spricht: „Tod, Ich willdir ein Gift sein; Hölle, Ich will dir eine Pestilenzsein." (Hoseas 13, 14.) Wir dürfen nun mit Recht der fe-sten Ueberzeugung sein, daß um des Sohnes Gottes wil-len und durch Ihn die Sünde weggcnommen und das Lebenuns wicdergeschenkt wird, und wenn wir nur durch diesen Glau-ben uns aufrichten, dann wird uns die Wahrheit des Worteseigne, unmittelbare Erfahrung: „Das ist das ewige Leben,daß sic Dich, daß Du allein wahrer Gott bist, undDen Du gesandt hast, Jesum Christum erkennen."(Joh. 17, 3.) „Die Lehr' sollen wir wissen und practizirenin wahren schmerzlichen Bußkämpfcn."
Ferner wird gesagt, daß Er ihn seiner Mutter gegeben. —Sie hatte durch seinen Tod alles Eigcnthumsrecht an ihn ver-loren. Wenn du einen, von den Türken gefangen weggeführten,übrigens dir unbekannten Menschen, denselben wieder abgcwän-Vl. 7