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6 (1830)
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Evangelium Matth. 6, 2434.

genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plagehabe." Auf sie weist die Schrift in vielen ähnlichen Stellendich hin, wenn sie spricht:Wirf dein Anliegen auf denHerrn!" (Ps. 55, 23.)Ihr wisset, daß eure Arbeit^ nicht vergeblich ist in dem Herrn" (1. Kor. 15, 58.)Die auf den Herrn hoffen, werden nicht fallen,sondern ewiglich bleiben, wie der Berg Zion." (Ps.125, 1.)-

Dieser Regeln wollen wir stets eingedenk sein, die tiefe Weis-' heit Gottes, die sie enthalten, beachten, und unser Leben beharr-

lich denselben gemäß einrichten.Es ist hier eine hohe Philo-! sophie," wenn man Philosophie die hohe Weisheit nennen will,

! welche für alle Philosophen Gegenstand der Forschung ist. Denn

, was thun sie Anderes, als daß sie eben jene wichtige Frage über

- die Widerwärtigkeiten des Lebens verhandeln, und das möglichst

! beste Mittel dagegen suchen,und kommen endlich dahin: Das

j Schicksal bestimmt das Leben, nicht die Weisheit; werden irre

, und wissen nicht, wie sie drinnen sind." Keine Philosophie

mag Den heilen, der feig und verzagt vor den Mühen und Wi-derwärtigkeiten des Lebens zurücktritt. Wir in der Kirche aber> haben das Gebot Gottes und seine Verheißungen. Diese heißenuns treu unfern Beruf erfüllen, und den Erfolg Gott anheimstellen, gewiß, daß Er ihn zu unserm Vesten lenken werde.' Zu diesem Vertrauen berechtigt uns die Geschichte der wunder-baren Erhaltung der Kirche und ihrer erhabenen Zeugen in dengefahrvollsten Zeiten und Umständen. Wollte man aber ein-wcnden, es fordere das Gebot:Sorget nicht," etwas Un-mögliches, und sei darum nicht als verpflichtend zu betrachten,so würde dem zu entgegnen sein, daß die Befolgung desselbenmit Hilft Gottes allerdings möglich ist. Nicht als ob man über-haupt von keiner Sorge berührt werden dürft. Eine solche Voll-kommenheit würde man von dem Menschen, eben weil ec Menschist, vergeblich erwarten. Wir sollen uns nur nicht von den Sor-gen überwältigen lassen, sondern dieselben durch den Glauben be-herrschen, und sic dem Vertrauen auf Gott, der Erwartung sei-ner Hilft und dem Gehorsam gegen Ihn unterordnen. Gottwill, daß wir Seiner Gegenwärtigkeit und Kraft in unsererSchwachheit uns bewußt werben sollen. Ehristus setzt hinzu:Der morgende Tag wird für das Seine sorgen,"d. h., gibt es dennoch Etwas zu leiden, so vermehrt nicht unnützeure Noth. Plautus sagt: Wenn Einer einen guten Muth har,