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Am neunten Sonntage nach Trinitatis. ^
nicht ergreift, zuletzt Gott sich entfremden muß. Ist es aberdurch den Glauben wieder aufgcrichtet, dann muß auch neuerGehorsam, den göttlichen Geboten gemäß, folgen; denn das sindja die wesentlichen Stücke der wahren Buße, wie ich immer vonNeuem bemerklich mache: Schmerz und Trauer, Glaube, der beidem Sohne Gottes Zuflucht sucht, und neuer Gehorsam. Sowird auch hier von Petrus und den übrigen Jüngern gesagt:„Sie verließen Alles und folgten Ihm nach." —
Am neunten Sonntage nach Trinitatis.
Evangelium Luk. 16, 1 — 9.
A^ie vorliegende Erzählung rügt die menschliche Nachlässigkeitin den Angelegenheiten unsers ewigen Heiles; ferner ist sie eine !Belehrung über die Anwendung zeitlicher Güter, und zugleich dieherrlichste Zusicherung der göttlichen Vergeltung für geübte Wohl- r
lhätigkcit.-Zuerst also macht sie auf die Verkehrtheit der
Menschen aufmerksam, welche nur um die gegenwärtigen vergäng-lichen Dinge besorgt sind, und das Ewige dabei vernachlässigen; !
denn sie tadelt jene blinde gränzenlose Sicherheit in den Herzen i
Derer, welche um das ewige Leben sich keine Sorge 'machen, und ;
gar nicht an dasselbe denken „wie man sichet, daß die Leutedahin gehen in blinder, tiefer und schläfriger Nachlässigkeit undGleichgiltigkeit in Ansehung Gottes und des ewigen Lebens."
Die Dinge, welche die Menschen vorzugsweise beschäftigen,sind verschiedener Art. Dieser findet sein Glück in sinnlicherLust, Jener in Reichthum, ein Dritter in äußerlichem Gepränge, !
und was des Dings mehr ist. Darüber wird Das versäumt, I
was der vorzüglichste Gegenstand ihrer Sorge sein müßte. Viele i
zersplittern ihre Zeit durch Nebendinge; Andere handeln geradezu i
schlecht; ein großer Theil des Lebens geht durch Nichtsthun ver- !
lorcn. Noch ist das nicht so böse, als das Letzte. Man un- !
terzieht sich Geschäften, die weder befohlen, noch nothwendig !
sind, und versäumt Das, was befohlen und nöthig ist. So ist -