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Am fünften Sonntage nach Trinitatis.
len uns Vergebung der Sünden, Gerechtigkeit und die Erbschaftdes ewigen Lebens geschenkt wird, nach dem Ausspruche: „VonDiesem zeugen alle Propheten, daß durch SeinenNamen Alle, die an Ihn glauben, Vergebung derSünden empfangen sollen." (Apostclg. 10, 43.) Sodannwollen wir jenes Wort Christi auch auf die Beruhigung dereranwendcn, welchen die Verwaltung eines Amtes und Berufs ob-liegt. Christus spricht zu Petrus: „Fürchte dich nicht,denn von nun an wirst du Menschen sahen," als wollt'Er sagen: Du, Petrus, wirst die Kirche verwalten; und cs wirddas Netz zerreißen; gewaltige Unruhen, furchtbare Gefahren wer-den eintreten. Du wirst gänzliche Auflösung, allgemeinen Un-tergang und Verwüstung, Vereitelung aller Mühen und Unter-nehmungen in deinem Berufe besorgen. Aber „fürchte dichnicht," wisse, daß auch dann Ich mit dir sein, und die Kirche,trotz des Widerstrebens und Gegenkampfes der höllischen Machte,erhalten werde. „Denn," sagt Er ein ander Mal: „Ich binbei Euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matth.28, 20.) „Niemand wird Meine Schafe aus Mei-ner Hand reißen" (Joh. 10, 28.); und: „Ich will euchtragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet. Ichwill es thun; Ich will heben und tragen und erret-ten." (Jes. 46, 4.) Diese süßen Trostworte muß man bei dengegenwärtigen und drohenden Zerrüttungen und Erschütterungender ihrem Untergang zueilenden Welt festhalten und gewiß sein,Gott werde einige Neste der Kirche erhalten, und zwar werdeEr nicht nur einzelne fromme Familien, sondern auch öffentlicheVereine in Seinen Schutz nehmen, damit die Verwüstung undZerrüttung nicht allgemein werde. Wende nun Jeder solchenTrost auf sich besonders an. Wie durch Christi Beistand derFischzug des Petrus glücklich und gesegnet war, so wird auchdeine Mühe und Arbeit in deinem Berufe nicht umsonst sein,sondern gewiß mit einigem Erfolg dir lohnen, sollte auch derselbeerst dann sichtbar werden, wenn die Gefahr vorüber gegangen,und die Noth abgestcllt oder gelindert sein wird, welche dich jetztmit Sorge und Kummer erfüllt.
Zu Ende unsers Textes heißt es: „Sie verließen Al-les und folgten Ihm nach;" und Petrus spricht einmal:„Siche, wir haben Alles verlassen, und sind Dirnachgefolget!" (Luk. 18, 28.) Diese Worte darf man nichtin abergläubischem Wahne von gänzlicher Verachtung und Weg-