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6 (1830)
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Evangelium Luk. 5, 1 11.

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rasch und kräftig, gleich als Pfeile, ihr Ziel, und bemächtigensich, durch alle Schwierigkeiten und Hindernisse hindurch dringend,unaufhaltsam der glücklichsten Erfolge. Zuletzt folgt nochder Zuruf:Wohl dem, der seinen Köcher derselbenvoll hat;" d. h., glücklich der Staat, in dem es solche Män-ner gibt; wo solche hochgesinnte Männer als öffentliche Beamte,Mathe und Krieger eine Herrschaft schmücken, da ist ein glück-liches Regiment, da werden leicht die Feinde abgeschlagen.Denn es wird sogleich hinzu gesetzt:der wird nicht zuSchanden, wenn er mit seinen Feinden handelt imThor." Die Thore waren vor Alters befestigte Thürme undzugleich Vcrsammlungsörter der Räche; der Sinn ist dem-nach dieser: eine solche Regierung unterliegt nicht, wird von denFeinden weder durch kluge Anschläge, noch durch Gewalt besiegt.-Kehren wir jedoch wieder zu unserer evangelischen Erzäh-lung zurück, welche uns in ihrem reichen Gemälde auch noch, andere liebliche Züge vorhält. Denn daß bei dem glücklicheni Fischzuge das Netz zerreißt, bedeutet, daß auch glückliche Er-

i folge mit manchen Gefahren, Beschwerlichkeiten und Hindernissen

! verknüpft sind, und daß Nichts von allen Seiten günstig ist.

^ Unsere Unternehmungen gewinnen, auch wenn sie glücklich von

! Statten gehen, einen viel andern Ausgang, als unsere Berech-

nung war. Thukydides sagt in Beziehung auf den Krieg:In- keiner Sache entspricht der Ausgang unfern Absichten weniger,als in den Kriegen." Dasselbe gilt auch von andern Angelegen-heiten, welche gemeinlich weit gegen unsere Berechnungen undWünsche sich entscheiden. Ferner ist in jenem Gemälde auch dasein wohl zu beachtender Zug: Das Netz zerreißt wegen einer soI großen Menge von Fischen. So ward zur Zeit Ehristi und

I der Apostel die Kirche aus dem Wolke der Juden gesammelt,

l Darauf gingen die Fugen der mosaischen Verfassung aus cinan-

! der. Ferner, cs werden zwei Schiffe mit Fischen ungefüllt;

gleichermaßen ist die Kirche aus Juden und Heiden gesammeltworden.

Hieran schließt sich der andere Hauptpunkt:

Von der Gewissensangst und dem Tröste des Gewissens.

Denn als Petrus dieses Wunder sicht, beginnt er zu erschrek-ken, wie denn der Mensch bei gar verschiedenen Veranlassungen,der Eine so, der Andere anders, zur inncrn Zerknirschung gebrachtwird. Zakchaus befindet sich auf einem Baume, als ihn Christus