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Am dritten Adventssonntage.
Es liegt demnach zugleich die Aufforderung in diesen Wor-ten, daß fromme Christen wacker und beharrlich sortfahren sol-len, die Wahrheit des Evangelium zu behaupten, zu reinigen,zu schützen, keinen Drohungen oder Schrecknissen der Feinde zuweichen, keinen Kampf, keine Gefahr zu fliehen, welche das Be-kenntnis nothwcndig herbeiführt. Denen, welche solches thun,ist die Verheißung gegeben, daß sie einst ewige Bürger des Rei-ches Gottes sein sollen, nach dem Ausspruche: „Gott, derdas Wollen gibt, wird auch das Vollbringen geben"(Philipp. 2, 13.). Es laßt sich nicht mit Worten sagen, wiewohlthuend der Inhalt beider Glieder dieses Ausspruches, aufdiese Weise gefaßt, dem Herzen ist. Der Sohn Gottes selbstund die Stimme des Evangelium dringen mit Macht hindurchund machen sich kräftig Bahn. Wie die Sonne am Horizont, .durch kein Hinderniß ausgchalten, die Wolken durchbricht, sodringt das Himmelreich mächtig herein, und keine Gewalt wider- ,strebender Feinde mag cs aufhalten. Es kommt nun die Zeit,spricht Christus, daß Ich die Stimme des Evangelium ertönenlassen und durch den ganzen Erdkreis verbreiten will. Niemandvermag Solches zu hindern, wie sehr auch der Teufel nicht nur,sondern auch die Macht der Welt, sich dagegen setzen wird.Durch Beispiele wird das anschaulicher. Die Synagoge leisteteAnfangs den erbittertsten Widerstand, aber umsonst. Die Juden j
räumten Jesum hinweg; und ungeachtet sie wußten, daß Er >
Tvdte wieder belebt hatte: so war doch ihre feindselige Wuth undVerstockung so groß, daß sie Ihn hinwürgtcn. So wähnten sieihre Macht wohl befestigt. Doch Christus erstand vom Tode,und das Grab mochte Ihn nicht zurückhalten. Nach SeinerAuferweckung predigten die Apostel. Auch diese begannen dieJuden zu verfolgen, und noch immer träumten sie von der Aus-rcchterhaltung ihres Reiches; doch die Predigt der Apostel drangmächtig durch, und die jüdische Verfassung ward zuletzt gestürzt.Darauf, als das Evangelium unter den Heiden ausgebreitetworden, gedachten Nero, Diokletian und Julian den Chcisten-namen zu vertilgen, und alle ihre Absichten und Unternehmt!»- !
gen waren darauf gerichtet, das Evangelium auszucotten; aber ^
sie vcrmvchten's nicht. So drang auch in den übrigen Zeitender Sohn Gottes und die Stimme des Evangelium gewaltigdurch, und machte sich mit Gewalt Raum in der Welt, trotzdes Tobens und Gegenkampfes des Teufels und aller weltlichenMachte, und die Gewalt keiner Kreatur vermag sie aufzuhalten.