840
Zirconium.
freit werden muß. Diefs kann auf mehrfache Weise ge-schehen : 1) das Hydrat der Erde wird in Weinsäureaufgelöst und die Auflösung mit einem Ueberschufs vonAmmoniak versetzt, wodurch nichts gefällt wird. Hieraufsetzt man wasserstoffgeschwefeltes Scliwefelammonium zu,welches das Eisenoxyd als Schwefeleisen ausfällt, das manin einer verkorkten Flasche und an einer warmen Stellesich absetzen läfst. Die klar gewordene Flüssigkeit wirdvom Niederschlage abfiltrirt, zur Trockne abgedampfr,und die trockne Masse in einem offenen Tiegel so langegeglüht, bis sie weifs geworden ist. Sie ist nun eisen-freie Zirconerde. Es ist zu bemerken, dafs das Schwefel-eisen nicht ausgewaschen werden darf, weil das Wasch-wasser leicht davon etwas aufnimmt.
2) Eine neutrale Auflösung von Zirconerde wird miteiner kochendheifs gesättigten Auflösung von schwefelsau-rem Kali in Wasser vermischt, so lange als noch einNiederschlag entsteht. Das Kalisalz entzieht 'dem Zircon-erdesalz einen Theil seiner Säure, wird saures schwefel-saures Kali, und es wird ein eisenfreies basisches Zircon-erdesalz niedergeschlagen, welches mit Wasser wohl aus-gewaschen und hierauf mit einer Auflösung von Kali-oder Natronhydrat, zur Abscheidung aller Schwefelsäure,digerirt, dann wohl ausgewaschen und getrocknet wird.Die mit schwefelsaurem Kali gefällte Auflösung enthältnoch etwas Zirconerde, welche mit Alkali ausgefällt undderselben Operation unterworfen werden kann.
3) Zirconerdehydrat wird noch feucht mit einer Auf-lösung von Oxalsäure gekocht, welche das Eisenoxyd auf-löst und die Zirconerde als oxalsaure unaufgelöst läfst.Sie kann ausgewaschen und geglüht oder mit kaustischemAlkali, zur Ausziehung der Oxalsäure, behandelt werden.
4) Chlorzirconium mit Ueberschufs an Chlorwasser-stoffsäure wird zur Krystallisation abgedampft. Die Kry-stalle werden sorgfältig mit Chlorwasserstoffsäure ausge-waschen, welche das Eisen auszieht, aber nur unbedeu-tend vom Chlorzirconium auflöst, welches dann in Was-