Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
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Yttrium.

Theile kohlensauren Ammoniak zu einem weifsen körni-gen Pulver verbindet. Von der Kohlensäure wird dieYttererde durch Glühen befreiet.

Die Yttererde ist im Wasser unauflöslich, geschmack-los, unschmelzbar und farblos, wenn sie vom Manganfrei ist. Es glückt jedoch selten, dieselbe ganz farblos zuerhalten, und es ist ungewifs, ob diefs von fremdartigenUnreinigkeiten herrührt, oder ob die wahre Farbe der Erdesich wirklich in das Gelbliche zieht. Hält sie einen ge-ringen Antheil Schwefelsäure, so ist sie immer schnee-weifs. Sie ist schwerer als Baryterde; ihr specifisches Ge-wicht beträgt 4,S42. Sie ist in ätzenden Alkalien gänzlichunauflöslich, und unterscheidet sich dadurch von den bei-den vorhergellenden Erden; von den kohlensauren Alka-lien aber, und vorzüglich vom kohlensauren Ammoniak,wird sie aufgelöst, wiewohl in weit geringerer Mengeals die Beryllerde. Von dieser letzteren unterscheidet siesich hauptsächlich dadurch, dafs sie durch Cyaneisenka-lium gefällt wird und im ätzenden Kali nicht auflöslichist. Mit Säuren giebt sie süfse Salze, wovon manche inamethystfarbenen Krystallen anschiefsen. Die Yttererdeunterscheidet sich von den andern Erden am leichtestendurch ihr schwefelsaures Salz, welches in kleinen ame-thystfarbenen Krystallen anschiefst; diese Krystalle fates-ciren in der Wärme, und zeichnen sich durch die aus-nehmend grofse Langsamkeit, womit sie sich in Wasserauflösen, aus. In ihren Verwandtschaften wird sie vonden Alkalien und den alkalischen Erden übertroffen. DieFarbe ihrer Salze, so wie die Fällung durch Cyaneisen-kalium — das einzige Beispiel unter den Erdarten —gab schon bei ihrer ersten Entdeckung Anlafs zu der Mei-nung, dafs sie metallischer Natur sei.

Sie besteht aus 80,1 Theilen metallischem Radikalund 19,9 Theilen Sauerstoff.

Die Yttererde hat auch ein Hydrat, welches durchFällung von Chloryttrium mit Ammoniak im Ueberschufserhalten wird (aus salpetersaurer oder schwefelsaurerYttererde werden nur basische Salze gefällt). Es ist ein