Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
832
Einzelbild herunterladen
 

832

Yttrium.

ziehende Salze, wovon sie auch in der französischen undenglischen Nomenclatur den Namen Glycin oder Süfs-erde (vom griechischen Worte y\vx.v. 5 , süfs) erhalten hat.Da -jedoch auch die Yttererde, und unter den Metallendas Blei und Cerimn sülse Salze geben, so habe ich denin der deutschen Nomenclatur gewöhnlichen Namen Be-ryllerde vorgezogen.

Sie besteht aus 68,83 Theilen metallischem Radikalund 31,17 Theilen Sauerstoff.

Die Beryllerde hat auch ein Hydrat, welches manerhält, wenn Chlorberyllium mit kaustischem Ammoniakim Ueberschufs gefällt wird. Es ist ein vreifses volumi-nöses Pulver, welches vollkommen dem Thonerdehydratgleicht. Die Verhältnisse seiner Zusammensetzung sindnicht untersucht. Es zieht Kohlensäure an, wenn es anfreier Luft getrocknet wird.

11. Yttrium.

Von Davy angestellte Versuche, mit Dämpfen vonKalium glühende Yttererde zu reduciren, gaben eineneben so unbestimmten Ausschlag, als wie die mit den vor-hergehenden Erden. Eluoryttriumkalium, mit Kalium er-hitzt, scheint reducirt zu werden, indem ein schwarzerKörper zurückbleibt, wenn die Masse in Wasser gewor-fen wird, welcher aber bald wieder unter Wasserstoffgas-Entwickelung weifs wird, und von Cerium und Manganherrührt, welche sich nur schwer vollkommen abscheidenlassen. Die Eigenschaften des Yttriums sind also nochvöllig unbekannt, und wir kennen bis jetzt noch keineArt, dasselbe darzustellen.

Die Yttererde wurde im J. 1794 von Gadolinin einem Minerale von Ytterby in Roslagen entdeckt,welches man anfangs Ytterit, ' dann aber Gadolinitnannte. Sie wurde nachher von Ekeberg untersucht,der sie uns näher kennen lehrte und dieselbe auch, miteinem neuen Metalle verbunden, in einem Fossile auf-land, welchem er den Namen Yttrotantal gab. Man