Thonerde.
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genannt, und bildet, wenn sie zugleich durchsichtig ist,die Edelsteine Rubin und Saphir. Sie kommt mit Kaliund Kieselsäure in den gewöhnlichsten Gemengtheilendes Granits und Gneifses, dem Feldspath und dem Glim-mer, so wie in einer sehr grofsen Anzahl anderer Mine-ralien vor. Sie hat ihren Namen vom Thon, einem all-gemein bekannten, erdigen Minerale, welches aus kiesel-saurer Thonerde, in mehreren verschiedenen Sättigungs-graden, besteht. Sie wurde auch Alaunerde genannt,weil sie ein Bestandtheil des im Handel vorkommendenSalzes Alaun ist.
Sie wird aus dem Alaun auf folgende Art erhalten:Gewöhnlicher Alaun wird in kochendem Wasser aufge-löst und einige Mal nacheinander umkrystallisirt, um ihnvon einem geringen Gehalt an Eisenoxyd zu befreien, wel-ches ihm hartnäckig anhängt. Eine Probe, dafs der Alauneisenfrei sei, ist, dafs er sich klar und ohne Rückstand ineiner Lauge von kaustischem Kali auflöst. Enthält erEisenoxyd, so setzt sich dasselbe sogleich, oder nach eini-gen Stunden in gelben Flocken ab. Der gereinigte Alaunwird nun in kochendem Wasser aufgelöst, und die Flüs-sigkeit mit einer Auflösung von kohlensaurem Kali solange vermischt, als noch ein Niederschlag entsteht, wor-auf etwas kohlensaures Kali im Ueberschufs zugesetzt wird,womit die Flüssigkeit gelinde digerirt wird, um ein ba-sisches Salz von Thonerde und Schwefelsäure zu zersetzen,welches anfangs vom Alkali niedergeschlagen wurde. DerNiederschlag wird auf Filtrirpapier genommen und wohlausgewaschen, worauf er in Chlorwasserstoffsäure aufge-löst, und dann, nachdem die Flüssigkeit, wenn sie nichtklar war, filtrirt worden ist, mit kaustischem oder koh-lensaurem Ammoniak ausgefällt wird. Der Grund diesesletzteren Verfahrens ist, dafs sich die Thonerde, wennsie mit einem Ueberschusse von kohiensaurem Kali ge-fällt wird, mit einem nicht unbedeutenden Antheile desSalzes verbindet, welches dann nicht mehr mit Wasserausgezogen werden kann. Fällt man dagegen die Alaun-anflösung sogleich mit Ammoniak, so ist der Niederschlag