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1,2 (1825)
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Kalkcrdchydrat.

Das Kalkerdehydrat wird ebenfalls, jedoch in weitgeringerer Menge als die beiden vorhergehenden Erden,in Wasser aufgelöst. Ein Theil Kalkerde erfordert 450bis 520 Theile Wasser zu seiner 'vollkommenen Auflö-sung. Der Unterschied zwischen seiner Auflöslichkeit imkalten und warmen Wasser ist nicht untersucht. Daltonhat aber gezeigt, dafs kaltes Wasser eine gröfsere Mengedavon auflöse, als warmes. Nach seiner Angabe würdenzur Auflösung eines Tbeils wasserfreier Kalkerde 1270 Th.kochendes Wasser und nur 778 Theile —j—15° warmesWasser erforderlich sein; daher trübt sich auch kalt be-reitetes Kalkwasser, wenn man es aufkocht.

Eine Auflösung von Kalkerdehydrat in Wasser nenntman Kalkwasser. Es überzieht sich in der Luft miteiner Haut von kohlensaurer Kalkerde, die späterhin zuBoden sinkt, worauf sich eine neue bildet, welches solange fortgeht, bis die Kohlensäure der Luft den ganzenKalkgehalt der Auflösung niedergeschlagen hat, ganz sowie beim Baryt- oder Strontianwasser. Kocht man dasKalkwasser in einer Retorte zur Hälfte ein und läfst esdann langsam abkühlen, so schiefst die Kalkerde darausin kleinen nadelförmigen Krystallen an. Gay-Lussachat gefunden, dafs, wenn man Kalkwasser unter derGlocke der Luftpumpe abdunstet, das Kalkerdehydrat inregelmäfsigen sechsseitigen Prismen krystallisirt. Ob esKrystallwasser enthält, ist unbekannt.

Zur Kieselsäure hat die Kalkerde starke Verwandt-schaft, und schlägt sie aus ihrer Auflösung in ätzendemAlkali nieder. Das Kalkhydrat verbindet sich sogar mitfeinerem und gröberem Quarzsande, wenn die Erde un-gelöscht damit vermengt und dann mit Wasser übergos-sen wird. Sie erhärtet dabei zu einer steinartigen Masse,die man Mörtel nennt — Das Kalkwasser löst verschie-dene Metalloxyde auf, vornehmlich die von Blei undQuecksilber.

Die Kalkerde unterscheidet sich von den übrigen Er-den charakteristisch dadurch, dafs sie mit der Chlorwas-serstoffsäure ein sehr zerfliefsliches Salz (Chlorcalcium)