Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
693
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Lcgiruugen. 693

Metalle und Wasserstoff.

Wir kennen bis jetzt nur die Verbindungen von vierMetallen mit dem Wasserstoff. Diese sind Kalium, Selen,Arsenik und Tellur. Die beiden letzteren kann man tlieilsin Gasform, theils in fester Form erhalten. Das Wasser-stoffkalium erscheint nur in fester Form. Der Selen Was-serstoff, so wie der Tellurwasserstoff, sind dem Schwe-felwasserstoff vollkommen ähnlich und gehören zu denWasserstoffsäuren, was mit dem Arsenik Wasserstoff nichtder Fall ist. Man hat ebenfalls angegeben, dafs bei derReduction der Metalle aus sehr verdünnten Auflösungen,vermittelst der elektrischen Säule, Wasserstoffmetalle aufdem negativen Leiter erhalten werden sollten, was sichaber nicht bewährt hat.

V crl) i n <1 m gen der Metalle unter sich.

Die Verbindungen der Metalle unter sich sind vonzweierlei Art: Verbindungen nach bestimmtn Ver-hältnissen und blofse Zusammenschmelzungenoder sogenannte Legirungen.

Jene scheinen zwischen den meisten Metallen statt zufinden, obgleich wir noch nicht immer Mittel gefundenhaben, bei ihrem Hervorbringen das von dem einen Me-tall überschüssig Zugesetzte abzuscheiden. Diejenigen Me-talle, welche Säuren her Vorbringen, haben eine grofseNeigung, sich mit den Metallen, welche Basen darstellen,in bestimmten Verhältnissen zu verbinden, und diesesStreben zur Verbindung verhält sich gewöhnlich wie dieStärke der Säure und der Base, die von den verbunde-nen Metallen hervorgebracht werden können. (Doch lei-det diese letztere Regel manche Ausnahme.) Daher ge-ben Selen, Arsenik, Antimon, Tellur etc. Verbindungenmit den übrigen Metallen, die den Schwefelmetallen undden Phosphormetallen ähnlich sind, und welche wir oftin der Natur hervorgebracht und sogar mit Schwefelme-tallen vermischt antreffen. Diese Verbindungen werdendann Selenmetalle, Arsenikmetalle, Antimomnetalle etc.