663
Eigenschaften der Metalle.
weder die Elektricität, noch den Wärmestoff. In ihrerEigenschaft, die Elektricität zu leiten, haben die Me-talle eine so nahe Uebereinstimmung, dafs man nur mitSchwierigkeit eine deutliche Verschiedenheit in ihrer Lei-tungsfähigkeit hat ausmitteln können, und sie überlreffendarin andere Körper so außerordentlich, dafs z. B. einWassercylinder, der 1 Zoll Länge hat, nach Cavendish,der Elektricität. einen gleichen Widerstand leistet, wie eineben so dicker Cylinder aus Eisen, welcher 400 Millio-nen Zoll lang ist. Sogar die Kohle macht, nach Davy,der Elektricilät einen mehrere Tausend Mal größerenWiderstand, als das Eisen oder das Platin, die doch un-ter den Metallen die schlechtesten Elektricitätsleiter sind.Aus einigen, mit einer sehr großen elektrischen Säule an-gestellten Versuchen hat Children gefolgert, dafs dieEigenschaft der Metalle, die Elektricität zu leiten, sichungefähr wie ihr Vermögen, den Wärmestoff zu leiten,verhält. Wir haben gesehen, daß die Elektricität bei ihrerEntladung Licht und Wärme nur dann hervorbringt, wenndie Masse des leitenden Körpers zu gering ist, und da-durch ihrem Durchgang Widerstand leistet. Wenn daherzwei gleich große Dräthe von verschiedenen Metallendurch Entladung der nämlichen Quantität Elektricität nn-gleich stark erhitzt werden, so scheint es zu folgen, dafsdas am stärksten erhitzte Metall die Elektricität schlechterals das andere leitet. Children glaubt gefunden zu ha-ben, dafs die Metalle nacli folgender Ordnung die bestenLeiter der Elektricität sind: Silber, Zink, Gold und
Kupfer. H. Davy fand, dafs das Vermögen der Me-talle, die Elektricität zu leiten, mit der Temperatur sichverändert. Durch Erhöhung der Temperatur wird esvermindert und umgekehrt. Wenn z. B. ein Metalidrathin der Luft, durch die Entladung einer starken elektri-schen Säule, rothglühend wird, so kann er nicht mehrdie ganze Menge der Elektricität in der Säule ausladen.Läßt man den Drath dann durch Oel, Alkohol, Wasser,kurz durch ein erkaltendes Medium, gehen, so wird ernicht mehr rothglühend, und entladet nun die Säule gänz-