Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
654
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054 Schwefelcyan-Wasscrst. m. Sclnvefclwasscrst.

da es auch in Verbindung mit anderen Körpern erhaltenwird, Schwefelcyan nennen. Die Säure enthält davon98,32 Theile und 1,68 Theile Wasserstoff.

Wenn man versucht, Schwefelcyanquecksilber, auf dienämliche Art wie das Cyanquecksilber, durch Hitze zuzerlegen, so erhält man das Schwefelcyan nicht, sondernes werden Schwefelquecksilber, Schwefelkohlenstoff undandere Producte gebildet. Hoffentlich wird doch in derZukunft eine Methode zu seiner Darstellung in isolirterForm entdeckt werden.

Das Schwefelcyan besteht ans gleichen Vol. Stickstoff,Kohlenstoff und Schwefel, oder, dem Gewichte nach, ans20,63 Theilen Kohlenstoff, 24,2S Theilen Stickstoff und55,09 Theilen Schwefel. Berechnet man darnach die Be-standtheile der Schwefelcyan-Wasserstoffsäure, so findetman, dafs sie aus gleichen Vol. Wasserstoff, Stickstoff,Kohlenstoff und Schwefel zusammengesetzt ist, d. h. dafssie, dem Gewichte nach, aus 1,6S Tkeilen Wasserstoff,23,85 Theilen Stickstoff, 20,30 Theilen Kohlenstoff und54,17 Theilen Schwefel besteht.

Diese Säure wurde schon vor längerer Zeit von Rinkentdeckt, als derselbe einige von Winterls Angabenüber die Blutlaugensalze untersuchte. Er fand, dafs dieVerbindung dieser Säure mit Kali aus der gewöhnlichengebrannten Blutlaugenmasse mittelst Alkohols ausgezogen,und die Säure dann durch Destilliren mit Schwefelsäureausgeschieden werden könne. Diese Angabe erregte in-dessen lange keine Aufmerksamkeit, bis sie von Bucholzbestätiget wurde, und bis Porret endlich fand, dafs dieSäure aus den Bestandteilen der Cyanwasserstoffsäureund aus Schwefel zusammengesetzt sei, und man ihreSalze durch Behandlung der Biutlaugensalze mit Schwefelerhalten könne. Die ausführlichsten Versuche hierübersind von Vogel angestellt.

Schwe felcya n - Wasserst off mit Schwefel-wasserstoff. Ich habe der Eigenschaft des Schwefel-wasserstoffs, sich als Säure mit verschiedenen Schwefel-metallen zu einer eigenen Art von Salzen verbinden zu