648 Cyamvass ers lo ffsaiire.
Arbeit darüber erhalten. Nach seiner Angabe erhält mandie Säure auf folgende Weise. An eine tubulirte Retortewird das eine Ende einer bis 1. Elle langen Glasröhreluftdicht angekittet, deren anderes Ende in einen kleinenGlaskolben eingekiltet wird. Die Glasröhre füllt manerst zu einem Drittheil ihrer Länge mit grob gestofsenemMarmor, die zwei anderen Drittheile aber füllt man mitgrob gepulvertem, geschmolzenem Chlorcalcium. In dieRetorte wird feingeriebenes Cyanquecksilber eingelegt undmit concentrirter Chlorwasserstoffsäure übergossen; dabeiist zu bemerken, dafs man einen Ueberschufs des Cyan-quecksilbers anwende, um zu vermeiden, dafs keine Chlor-wasserstoffsäure mit übergehe. Zum Auffangen der mitder Cyanwasserstoffsänre etwa übergehenden Chlorwasser-stoffsäure wird der Mannor in die Glasröhre eingelegt,von welchem die Chlorwasserstoffsäure aufgenommen wird,indem kohlensaures Gas ausgetrieben wird. Es geht aberdabei Cyanwasserstoffsänre verloren, die mit dem kohlen-sauren Gase verdunstet, und für welche man entwederan der Röhre, oder noch besser an der Vorlage einenAusgang haben mufs, den man verschliefsen kann. Beimgelinden Erwärmen der Retorte destillirt die Cyanwasser-stoffsäure über und condensirt sich zuerst um den Marmorherum in der Röhre, von wo aus man dieselbe danndurch gelinde Wärme zum Chlorcalcium, und von da indie Vorlage forttreibt, welche durch ein erkältendes Ge-menge eiskalt erhalten werden mufs. Nach Vauquelinerhält man diese Säure mit noch geringerer Mühe, wennman eine Glasröhre mit trockenem Cyanquecksilber fülltund an dem einen Ende Schwefelwassertofifgas hineinlei-tet, wobei Cyanwasserstofifsäure und Schwefelquecksilbergebildet wird. Wenn man die Röhre dabei mit warmenWasser umgiebt, so destillirt die Cyanwasserstoffsänre amanderen Ende ab und kann hier in einer abgekühlten Vor-lage aufgefangen werden. Wenn man die Arbeit abbricht,ehe noch die Zerlegung bis an das andere Ende der Röhrevorgerückt ist, so erhält man die Cyanwasserstoffsänrerein von Schwefelwasserstoffgas, und das Cyanquecksilber,