Fluorkiescl.
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Die Bor-Fluorwasserstoffsäure wird von Borsäure zer-setzt, wenn sie mit einander abgedampft werden, da er-stere, bei einem gewissen Grade von Concentration, ihrenWasserstoff wieder fahren läfst, Bor aufnimmt und sichin flüssigen Fluorbor, oder in sogenannte Fluorborsäureverwandelt.
Fluorkiesel. (Flufssaure Kieselerde.) SchonScheele’s Versuche zeigten, dafs sich die Flufssaure mitder Kieselsäure zu einem Gas verbinden könne, von wel-chem jedoch sowohl Scheele als Bergmann anfangsglaubten, dafs es in Berührung mit Wasser Kieselerdehervorbringe, bis sich der Ursprung der letzteren durchdie Bereitung der Fluorwasserstoffsäure in Metallgefäfsenoffenbarte. Priestley zeigte zuerst, dafs die kieselhal-tige Flufssaure eine eigenthümliche Gasart bilde; aber derrichtige Unterschied zwischen dieser und der Fluorwasser-stoffsäure wurde dennoch nicht eher, als durch Gay-Lussacs und Thenards zuvor angeführte Arbeit überdie Fluorwasserstoffsäure ausgemittelt.
Man erhält Fluorkieselgas auf folgende Weise: GleicheTheile feingeriebener Flufsspath und grobzerstofsenes Glas,oder Quarzsand, werden wohl mit einander vermischt,und in einem passenden Gasentwickelungsapparate mit6 Th. concentrirter Schwefelsäure übergossen und damitwohl umgerührt. Die Gasentwickelung beginnt sogleich,und die Masse bläht sich auf, weshalb auch das Gefäfsgeräumig sein mufs. Wenn der Sand oder das Glaspul-ver zu fein zertheilt ist, so geht die Gasentwickelunggleich anfangs mit so heftigem Aufblähen der Masse vorsich, dafs diese leicht in die Gasleitungsröhre getriebenwird und diese verstopft. Nach einer Weile muls dieOperation durch gelinde Wärme unterstützt werden. DasGas wird über Quecksilber aufgefangen. Der Gasentwik-kelungsapparat mufs sehr dicht sein, denn wenn das Gaseinmal anfängt, durch irgend eine Oeffnung zu dringen,so setzt sich daselbst Kieselerde ab, auf welche es sehrschwer hält ein Lutum zu befestigen. Die Glasglocken,worin das Gas aufgesammelt wird, müssen inwendig bei