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Fluorwasserstoffsäure.
geschraubten Deckels (Hütchens), welcher auf einen umden Hals der Flasche gelegten Ring von mit Wachs ge-tränktem Leder drückt. Für eine schwache Säure, fürderen Reinheit man weniger besorgt ist, kann man sicheiner inwendig mit geschmolzenem Wachs überzogenenGlasflasche bedienen.
Die Fluorwasserstoffsäure verhält sich zu den Metal-len im Allgemeinen wie die Sauerstoffsäuren, und ent-wickelt mit denjenigen, welche das Wasser zersetzen,Wasserstoffgas. In concentrirtem Zustande sind diese Ein-wirkungen heftig, und wenn z. B. Kalium auf concentrirteSäure geworfen wird, so entsteht Explosion mit Feuerer-scheinung. Aber diese Säure löst auch verschiedene brenn-bare Körper auf, welche nicht von anderen Säuren, selbstnicht von Königswasser angegriffen werden. So löst sie, mitEntwickelung von Wasserstoffgas, ungeglühten Kiesel, Zir-conium, Tantalum auf, und wenn sie mit Salpetersäurevermischt wird, so löst sie, unter Entwickelung von Stick-stoffoxydgas, geglühten Kiesel und Titan auf. Dagegenlöst dieses Gemenge keines der edelen Metalle, wie Gold,Platin, auf, für welche das Königswasser das Auflösungs-mittel ist. Verschiedene oxydirte Körper, welche nichtvon Schwefelsäure, Salpetersäure oder ChlorwassersLoff-säure aufgelöst werden, lösen sich mit Leichtigkeit inFluorwasserstoffsäure auf, z. B. Kieselsäure, Titansäure,Tantalsäure, Molybdänsäure, Wolframsäure; und im All-gemeinen hat die Fluorwasserstoffsäure die Eigenschaft,sich mit anderen, besonders den schwachem Säuren, aufeine solche Weise zu verbinden, dafs dadurch Säuren ge-bildet werden, welche zu der eigenen Klasse von Was-serstoffsäuren mit zwei Radikalen gehören, deren ichS. G03. erwähnte, und wovon ich als Beispiel die flüssigeKiesel - Fluorwasserstoffsäure a n fü hrte.
Gay-Lussac und Thenard warnen vor den Wir-kungen der Fluorwasserstoffsäure auf die Haut, die selbstin geringen Mengen äufserst heftig und unerträglich schmerz-haft sind, und bösartige Wunden verursachen, welche lang-sam heilen. Man braucht nur die Haut mit der Spitze