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J oclwasserstoffsäure.
her, deren ich bei dieser Säure erwähnte. Das Königs-wasser wird allgemein zur Auflösung von Gold, Platinund Schwefelmetallen, und zur Oxydation des Schwefelszu Säure, und in mehreren ähnlichen Fällen benutzt.
2. Jodwasserstoffsäure. (Hydriodsäure.)
Jodwasserstoffsäure kommt nicht frei in der Naturvor, und sie kann auch nicht mit Yortheil dadurch be-reitet werden, dafs ein Jodmetall, z. B. Jodnatrium, mitwasserhaltiger Schwefelsäure behandelt wird, weil dieJodwasserstoffsäure durch die Schwefelsäure zersetzt wird,wobei sich Wasser und schweflichte Säure bilden, wäh-rend Jod in freier Gestalt abgeschieden wird.
Man hat mehrere Arten, die Jodwasserstoffsäure zubereiten, je nachdem man sie in Gasgestalt, oder, mitWasser verbunden, in flüssiger Gestalt zu erhalten wünscht.Gasförmig wird sie auf folgende Weise erhalten: In eineran dem einen Ende zugeschmolznen Glasröhre, oder ineinem schmalen Glaskolben vermengt man 9 Th. Jod mit1 Th. Phosphor, und bedeckt darauf das Gemenge miteiner Lage von Glaspulver. Das Gemenge wird hierauferwärmt, bis die Verbindung vor sich gegangen ist, undnachdem sich das Glas wieder abgekühlt hat, feuchtetman das Glaspulver mit Wasser an, versieht die Oeffnungdes Kolbens mit einem Korke, durch welchen eine zurAuffangung des Gases schickliche Röhre geht. Sobaldder Jodphosphor vom Wasser berührt wird, bildet sichphosphorichte Säure und Jodwasserstoffsäure, welche, dadas Wasser nicht zu ihrer Condensation hinreicht, in Gas-gestalt entweicht. Es kann nicht über Quecksilber aufge-fangen werden, weil dieses sehr schnell Jod daraus auf-nimmt und freies Wasserstoffgas zuriickläfst; noch weni-ger kann es über Wasser aufgesammelt werden, weil esvon diesem sogleich condensirt wird. Man mufs es des-halb durch eine lange Tiöhre, welche bis auf den Bodeneiner stehenden Flasche reicht, in diese hineinleiten, und