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Chlonvasserstoffsäure.
sogenannten Sicherheitsröhre (S. deren Beschreibung imalphabetischen Verzeichnisse im Bde. 4.); durch welche dieSäure in kleinen Antheilen allmählich zugegossen wird,und wodurch, obgleich die Säure frei einlaufen kann,doch dem sich entwickelnden chlorwasserstoffsauren Gaseder Ausgang versperrt wird. Auf 100 Th. Kochsalz wer-den 84 Th. Schwefelsäure von 1,85 erfordert. So wiedie Säure mit dem Kochsalze in Berührung kommt, soentsteht eine Gasentwickelung mit Aufblähen der Masse,welche unwillkührlich aus der Retorte übersteigen würde,wenn man alle Säure auf einmal zusetzte. Die Retortewird an eine Vorlage anlutirt, welche ebenfalls tubulirtund mit einer Ableitungsrohre versehen ist, welche ineine, zur Hälfte mit destiilirtem Wasser angefüllte Flaschegeht. Mit der Vorlage bezweckt man, alles das, was zu-fälliger Weise übergehen könnte, so wie die wenigerreine liquide Säure, welche gewöhnlich gegen das Endeder Operation überdestillirt, aufzufangen. Die Retortewird auf einer Sandkapelle erhitzt, aber man fängt nichteher an, Feuer darunter zu machen, als bis alle Schwe-felsäure zugesetzt worden ist.
Da die Retorte bei dieser Operation gewöhnlich ver-loren geht, und tubulirte Retorten an vielen Orten sowohltheuer als schwer zu bekommen sind, so gebraucht manzu diesem Zwecke, mit gleichem Vortheile, entweder rundeGlasbouteillen von passender Gröfse, oder steinerne Krüge,in welche das Kochsalz eingeschüttet wird. In die Oeff-nung des Gefäfses steckt man einen passenden Pfropf,durch welchen zwei Röhren gehen, nämlich die vorher-erwähnte Sicherheitsröhre, und eine nicht allzu dünneRöhre, zur Ableitung des Gases. Der Pfropf kann imNothfalle von Kork sein, welcher dann zwar von derSäure zerstört wird, aber dennoch vollkommen schliefst,wenn die Operation nicht allzu lange dauert, oder mitLeichtigkeit durch einen anderen ersetzt werden kann,wenn er durchgefressen wird. Am besten ist es indefs,hierzu Pfropfe von Speckstein anzuwenden, und die Fu-gen mit einem Lutum aus Thon und Leinölfirnifs (S. Art.