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Apfelsäure.
Umsfände, welche zeigen, dafs diese analytischen Resul-tate keine Glaubwürdigkeit verdienen.
4. Apfelsäure.
Diese Säure wurde zugleich mit der Citronensäurevon Scheele, bei seinen Untersuchungen der saurenPflanzensäfte, entdeckt. Sie findet sich am häufigsten imSafte unreifer saurer Aepfel, in den Berberisbeeren, Schle-hen, Vogelbeeren und Fliederbeeren, mit sehr wenigCitronensäure verbunden. Zu gleichen Theilen mit Citro-nensäure ist sie enthalten in den Stachelbeeren, Johannis-beeren, Heidelbeeren, der Frucht des Weifsdorns, in denKirschen, Moltbeeren, Erdbeeren und Himbeeren. InVerbindung mit Ameisensäure findet sie sich in den Amei-sen, und mit Kalk in den meisten Pflanzensäften.
Um die Apfelsäure zu gewinnen, sättiget man Aepfel-saft mit kohlensaurem Kali, filtrirt das gesättigte Salz undfällt es mit Bleizucker, wobei das Blei sich mit der Apfel-säure vereiniget und sich mit ihr niederschlägt. Das apfel-saure Blei wird mit verdünnter Schwefelsäure zerlegt,wobei die Apfelsäure sich abscheidet und dann durch Ab-dampfung concentrirt werden kann. Auch kann man sieerhalten, wenn inan den Saft des Hauslauchs (Sempervi-vum tectorum) , welcher sehr viel apfelsauren Kalk ent-hält, mit Bleizueker niederschlägt und den erhaltenenNiederschlag mit Schwefelsäure zerlegt. Die beste Art,die Apfelsäure rein und in hinlänglicher Menge zu erhal-ten, wurde vor einigen Jahren von Donovan erfunden.Man sammelt gefrorene Vogelbeeren ein, preist den Saftaus ihnen aus, kocht diesen wie gewöhnlich auf, klärtihn mit etwas Hausenblase, und digerirt ihn dann mitkohlensaurem Blei, welches in kleinen Gaben zugesetztwird, so lange, als noch ein Aufschäumen entsteht. Da-bei bildet sich apfelsaures Blei, welches in kaltem Wassersehr schwer löslich ist, und zum gröfsLen Theile ungelöstbleibt, und wovon das wenige Aufgelöste beim Erkaltensich wieder absetzt. Dieses erhaltene apfelsaure Bleioxyd