Druckschrift 
1,2 (1825)
Entstehung
Seite
565
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w cinsäure.

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davon aufgegangen ist. Auf 100 Theile angewendetenkohlensauren Kalk nimmt man 97-i Theile Schwefelsäurevon 1,85 specifischem Gewicht, die mit 10 bis 16mal so-viel Wasser verdünnt wird. Nach 24stündiger Digestionwird das Gemenge durch Papier fihrirt, der abgesetzteschwefelsaure Kalk mit kaltem Wasser ausgewaschen unddas Durchfiltrirte auf einem flachen Glas- oder Porzel-langefäfse, bei ganz gelinder Wärme, bis zur Syrupsdickeabgedampft. Der Gyps, welcher sich unterdessen allmäh-lich abgesondert, wird abfiltrirt, und die klare Lösungauf einer lauwarmen Stelle der weiteren allmählichenAbdunstung überlassen, wobei die Säure in regelmäfsigen,klaren Krystallen anschiefst. Diese werden herausgenom-men, in etwas kaltem Wasser abgespült, und auf Lösch-papier getrocknet. Die zurückgebliebene Flüssigkeit dun-stet man von neuem ab und überläfst sie dem langsamenKrystallisiren, so lange noch etwas krystallisiren will.Die Krystalle, welche gewöhnlich gelb sind, werden vonneuem in reinem Wasser aufgelöst und umkrystallisirt.

Bei diesem Verfahren kann die Säure auf zweierleiWeise verunreiniget werden, nämlich entweder durch zuviele Schwefelsäure, oder durch noch unzerlegten wein-sauren Kalk. Im erstem Falle wird die Säure beim Ab-dampfen leicht braun; auch läfst sich die Schwefelsäuredurch Barytsalze oder Bleiessig entdecken, wenn derNiederschlag, welchen sie darin bilden, durch einen Zu-satz von Salpetersäure nicht wieder aufgelöst wird. EinUeberschuls von unzerlegt gebliebenem weinsauren Kalkebenimmt der Säure ihre Krystallisirbarkeit, und man er-hält damit einen dicken Syrup, aus welchem nichts an-schiefst; durch ein wenig Schwefelsäure läfst sich diesemaber abhelfen.

Es ergiebt sich daraus, dafs immer ein geringerUeberschufs von Schwefelsäure erforderlich ist, wenn mandurch dieses Verfahren krystnllisirte Weinsteinsäure erhal-ten will. Wenn die Säure während des Abdunstens braunwird, so kann man durch einen Tropfen chlorsaures Kalioder durch Kochen mit gut durcbgebrannter Holzkohle