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Kohlenoxydgas.
siren. Auch ersieht man hieraus, daß das Volumen desSauerstoffgases gerade verdoppelt werden mufs, wenn essich mit Kohlenstoff zu Kohlenoxydgas verbinden soll.Vermischt man es mit weniger Sauerstoffgas und entzün-det es durch den elektrischen Funken, so verbrennt eszum Theil; allein das Sauerstoffgas wird dabei nicht völligverzehrt, sondern das Gemisch kann durch erneute undstärkere Funken noch ein oder ein Paar Male entzündetwerden. Mengt man es in einem länglichen Gefäße, z. B.im Wasserstoffgas-Eudiometer (Fig. 15. A, Taf. II.), mitatmosphärischer Luft, und zündet es durch den elektri-schen Funken an, so brennt es schwach und zwar so, daßsich eine blaue einzelne Flamme langsam in dem Gefäßeherabsenkt. Auch der Platinschwamm bewirkt diese Ver-bindung bei der gewöhnlichen Temperatur der Luft.Während der Verbrennung des Kohlenoxydgases im Sauer-stoffgas wird kein Wasser gebildet, und es enthält alsokeinen Wasserstoff. Mischt man es mit Wasserstoffgasund leitet das Gemisch durch eine weißglühende Glas-röhre, so wird diese geschwärzt. Mit Schwefelwasser-stoffgas gemengt und durch ein glühendes Rohr geleitet,setzt sich etwas Schwefel ab.
Thiere sterben sogleich im Kohlenoxydgase, undMenschen, die es einzuathmen versuchten, fielen sogleichohne Besinnung zu Boden. Man hat geglaubt, daß diesesGas den schädlichen Stoff bilde, welchen man Kohlen-dampf nennt; allein dieß ist unrichtig, wie schon S. 340.gezeigt worden ist. Das oxydirte Kohlengas wird beijeder Verbrennung von Kohle gebildet, wenn der hinzu-tretende Sauerstoff nicht hinreichend ist, die Kohle biszur Bildung von Kohlensäure zu oxydiren. Die kleineblaue Flamme, welche sich bisweilen über brennenden Koh-len in unseren Kohlenfeuern zeigt, entsteht von diesemGas, welches durch irgend einen Luftzug aus der innerenGlut emporgedrängt wird und auf der oberen Fläche ver-brennt.
Mit Alkalien, Erden und Metalloxyden geht diesesGas keine bekannte Verbindung ein, verändert sich auch